Schlagwort: krank

Mama kurz gefasst – Der kleine Unterschied zwischen Mann und Frau

…  besteht vor allem darin, dass sie auch noch mit 39 Fieber nicht einfach am nicht abgeräumten Küchentisch vorbeischlurfen kann. Der Geschirrspüler steht nur einen halben Meter entfernt und trotzdem – entgegen den (hier unterstellten) Vorstellungen mancher Männer – springen die schmutzigen Teller nicht von … Mama kurz gefasst – Der kleine Unterschied zwischen Mann und Frau weiterlesen

Die Ideen des März

Haha, was für ein gelungenes Wortspiel, welch geniale  Überschrift!

Dummerweise steckt keine großartige Idee dahinter. Ich war nur neugierig, wie viele andere Artikel auch damit beginnen würden, heute am 15. März.

Cäsar hatte ja viele Ideen und sie großteils wohl auch umgesetzt. Bis hin zum Diktator auf Lebenszeit. Soweit würde ich es nicht treiben, als Mutter habe ich sowieso einen Job ohne Ablaufdatum und (theoretisch) das Sagen.

Meine Ideen sind dieses Monat bislang noch recht dünn gesät, von Ernte großer Einfälle gar keine Rede. Wie zarte Pflänzchen stecken sie Blätter und Köpfchen heraus, aber dann … verkümmern sie, weil sie tagsüber nicht Fuß fassen konnten auf dem Blog, sich in meinen Gedankengängen nicht verwurzeln konnten.

Wenn etwas anfangs noch ein paar Fehler aufweist, spricht man gerne von Kinderkrankheiten. Letztere sind aber bei weitem kein Kinderspiel und verlangen nicht nur dem jungen Körper viel ab, sie stellen auch die Planungs-/Logistik-/Managementfähigkeiten von Eltern auf die Probe.

Doch für den bevorstehenden Frühlingsanfang, mit Gesundung des Nachwuchses und dem Leuchten der ersten Schlüsselblumen erhoffe ich mir, dass auch der Ideenreichtum wieder bunte Blüten tragen wird.

Und wenn nicht, dann kann ich mich noch immer damit trösten, dass auch schon Cäsar vor den Ideen des März gewarnt wurde 😉

primeln
Nicht nur die Iden des März warfen dunkle Schatten auf Aufkeimendes

Von Blattern, stechenden Schafen und windigen Tagen

An windigen Tagen, wenn sich die Schweine in die Lüfte erheben, um mit den aufgewirbelten Blättern im Flug Ringelreih zu tanzen, an solchen Tagen werden von manch einem Schafe gesichtet, die statt stoisch wiederkauend auf Grashalme zu starren, lieber kleine Kinder wie Mücken stechen.

Diese Art Tage sind es, von denen ich heute berichten muss. Lasst euch also erzählen:

Es war eine Mutter,

die hatte zwei Töchter.

Die E und die Z und einen Mann noch dazu.

Die Z war ein Zwergerl,

die E ein Persönchen

so hatte die Mutter nur selten viel Ruh.

Und als sie des Morgens des Kindes Stirn fühlte,

da merkte sie sogleich, dass diese sehr glühte.

Sie erschrak gar heftig, das Kind aber sprach:

„Sorg dich nicht, liebe Mutter,

mich stechen die Mücken im Schlaf.“

Es war eine Mutter,

die sah aus dem Fenster.

Es war nicht Frühling, nicht Sommer, nicht Herbst,

sondern Winter.

„Im Winter gibt’s keine Mücken,

dafür ist es viel zu kalt.

Dann muss es etwas anderes sein“,

so dachte sie bald.

Der Kindergarten bringt Freunde und Spaß und so viel,

Kinder balgen und toben miteinander im Spiel.

Ab und zu bringen sie auch etwas von dort mit nach Haus,

so gehen Viren bei uns immer wieder Mal ein und Mal aus.

Es war eine Mutter,

die hatte zwei Töchter.

Die E und die Z und einen Mann obendrein.

Die E bekam Schafblattern,

die Mutter den Stress.

Sie fragte sich müde:

„Ja darf denn das sein?“

Immer wenn die Mutter denkt,

jetzt passt es,

jetzt ist alles gut,

dann zaubert das Schicksal eine (Kinder)krankheit aus dem Hut.

Feuchtblattern, Windpocken,

gar viele Namen tragen sie,

aus einer Pustel werden viele

und das wahrlich im Nu.

Beim Betupfen der „Punkti“

sah die Kleine begeistert zu.

„Auch, Punkti! Auch Punkti!“

so rief laut das gesunde Kind,

streckte heraus den Bauch, lachend, geschwind.

So, und zu einem holprigen Reim (Wer hat die Melodie erkannt?) gibt es auch noch ein passendes Fotoshop-Unding (Lachen Sie jetzt oder schweigen Sie für immer!):

schafe-auf-wiese

Diese Schöpfung eines Bildbearbeitungsprogrammes und großer Müdigkeit, beinhaltet – hoffentlich deutlich sichtbar – alle heutigen Themen: Schafe, Wind und Blätter.

Wie? Den Wind sieht man nicht?

Was? Das heißt Blattern, nicht Blätter?

Hm, also mit diesen Punkterln auf dem a werde ich jetzt auch noch fertig …so, wegretuschiert! Wenn das nur mit den Schafblattern auch so leicht ginge!

Mama kurz gefasst … MitZeitgefühl

Ein Magen-Darm Virus hatte meine zweiwöchige Frühjahrsschlappperiode abgerundet. Die Wehwehchen hatten sich – so wie es sich gehört – von Kopf bis Fuß vorgearbeitet: Ausgangspunkt waren die Stirnhöhlen, dann ging es hinunter über Rücken und letztlich zu Magen und den Endregionen der Verdauungstationen. Dieser vertikale Angriff auf meine Gesundheit zwang mich dazu, die Freizeit vorzugsweise in der Horizontalen zu verbringen.

Der schlaue Plan, sich auszuruhen wenn man krank ist wurde von einem kinderlosen sowieso immergesunden Menschen geschmiedet, da bin ich mir sicher (nichts für ungut, liebe lebensfrohe Singles und Nichteltern), aber für Mutter mit Kindern lässt er sich einfach nicht umsetzen. Fast nicht zumindest.

Als mich Rückenschmerzen dazu bewegten oder vielmehr daran hinderten, mich unbeschwert zu bewegen, und ich es also irgendwie unter Jammern und Ächzen bis zum Bett geschafft hatte, kam meine fast vierjährige Tochter ins Zimmer gelaufen und schloss die Schlafzimmertüre, damit ich mich ausruhen könnte und nicht gestört würde. Ich war perplex. Dass das Kind so viel eloquentes Verständnis und erkennbare Empathie gegenüber seiner kranken (gar nicht alten!) Mutter zeigte, rührte mich wahrlich und regte in mir den Gedanken, wie verantwortungsvoll und reif sie doch schon geworden war.

Ein paar Tage später als mich der Magenvirus plagte und ich rasten wollte, da mir gerade sehr übel war, kam E wieder zu mir ins Zimmer.

Mir ist schlecht. Ich muss mich nur einen kurzen Augenblick hinlegen“ sagte ich zu ihr, um ihr die Situation zu erklären. E schaute betroffen drein, ein Buch in Händen, das sie sich gerne vorlesen lassen wollte und wich mir nicht von der Seite. Schweigend und voller Mitgefühl stand sie  an meinem Bett – etwa 5 Sekunden lang, dann sagte sie laut (seufzend) zu sich selbst:

Der kurze Augenblick dauert soooo ewig lange!

Sagte ich voller Mitgefühl? Ich meinte Selbstmitleid und einem sehr genauen Zeitgefühl.

ruine
Ruinen – manchmal schön anzuschauen, nur sich zu fühlen wie eine, ist alles andere als schön

How not to … un(v)erträglich

Wenn man krank ist, und den Gang zum Arzt antritt, dann nicht immer nur, um eine Krankmeldung zu bekommen, sondern in besonders schlimmen Fällen, auch um Heilung zu erfahren.

Besonders schlimm werden die Fälle gewöhnlich erst, nachdem man vorsorglich Dr. Google befragt hat. Man will ja nicht wegen einer 0815-Krankheit gleich zum Arzt laufen. Gibt man die Symptome in die Suchmaschine ein, kann man sich Minuten später schon nicht mehr zwischen den möglichen fatalen Krankheitsverläufen, die zur Auswahl stehen, entscheiden. Ein Arzt aus Fleisch und Blut muss her! Schnellstens, denn die Ungewissheit ob der vielen schlechten Aussichten ist noch weniger zu ertragen als die Symptome der Krankheit an sich.

Einige Stunden Wartezeit später und vom Fachmann beruhigt, dass es sich doch nur um eine gewöhnliche Ausprägung eines Alltagswehwehchens handeln dürfte, versucht man zu Hause dann die vorgeschriebene Kombination aus Menge des zu applizierenden Mittels und Uhrzeit, wann die Applikation zu erfolgen hat, im Fieberwahn oder leicht apathisch vor Schmerz hinzubekommen.

Und siehe da! Es wirkt!

Dort wo es wirken soll … und andernorts, wo es nur als gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 von 1000) auftreten sollte.

Also z.B. der Rückenschmerz ist weg, aber Handflächen und Fußsohlen kribbeln und jucken und brennen, dass man die nächsten paar Stunden genug damit zu tun hat, sich zu kratzen wie ein Affe mit Flohplage.

Oder das eine Auge, welches mit der Kralle der Katze zusammengestoßen, ist tut gar nicht mehr so weh, weil jetzt beide Augen zugeschwollen sind wegen der Konservierungsstoffe in der Salbe. (Hier wird dann aus dem Wiederaufsuchen des Arztes, um sich eine andere Salbe verschreiben zu lassen, übrigens im wahrsten Sinne des Wortes ein Suchen – so ganz ohne Hilfe des üblichen Sehfeldes.)

Nebenwirkungen haben aber den wunderbaren Effekt, dass man sich den Namen des Präparats richtig gut einprägt, wie kompliziert er auch sein mag. Der fällt einem immer ein und immer mit dem Nachsatz: „Das vertrage ich nicht“.

Immer. Bis … ja, bis eines Tages der Rückenschmerz so schlimm ist, dass man nächtens zum Medizinschrank pilgert, um festzustellen, dass es genau eine Schachtel gibt, deren Beipacktext Linderung bei genau dieser Art des Übels verheißt.

Nur dumm, dass die Schachtel den bösen Namen trägt, den man immer nur zusammen mit einem warnenden „Das vertrage ich nicht“ ausspricht.

Aber wenn es dunkel ist, und die dem Schmerz geschuldete Schlaflosigkeit den Geist umnebelt, hält man Geistesblitze der Art: „Wer weiß, vielleicht war die einmalige Unverträglichkeit seinerzeit ja eben wirklich nur etwas Einmaliges?“ für ausgezeichnete Ideen.

Und, erraten? Natürlich war es einmalig.

Einmalig dämlich von mir, zu glauben, es könnte diesmal ohne Nebenwirkungen ablaufen. Aber der Schmerz ist vorläufig weg. Ha!

Ich muss mich nur jetzt entschuldigen und sehen, ob mich die Katzen zum Kratzbaum lassen, meine Hände und Füße jucken nämlich wie verrückt …

kratzbaum
Der Wächter auf seinem Posten. Störungen untertags durch „niedriges Fußvolk“ (ohne Futter) werden nicht gerne gesehen …

Uncool

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da gab es nichts Uncooleres als uncool zu sein. Wie es das Schicksal so wollte, war ich nicht gerade a cool kid, also ein cooler Jugendlicher, zumindest aus Sicht der anderen. Als Kind hingegen hielt ich mich zumindest … Uncool weiterlesen