Monat: September 2016

Von Omas und Kuchen – auf den Punkt gebracht

Kinder lieben meistens ihre Omas. Oft gibt es auch eine Lieblingsoma.

Nun ist es bei uns so, dass wir eine Oma öfter besuchen als die andere, weil die Distanzen einfach sehr unterschiedlich sind. Bei der weiter entfernt lebenden Oma zeigt E daher eine gewisse Scheu, wenn wir zu Besuch sind.

Ich wollte E die Scheu etwas nehmen, indem ich erzählte, dass die Omas als unsere Mamas früher uns, also mir und meinem Mann, auch Bücher vorgelesen, mit uns gespielt und gezeichnet und uns getröstet haben und sie das jetzt für ihre Enkelkinder tun wollen.

E nickte eifrig, um zu zeigen, dass ihr das schon klar wäre, und beeilte sich, mir zu versichern:

Sie ist ja sehr, sehr lieb, aber aaalt!

Immerhin weiß ich jetzt, dass es noch junge Leute mit Respekt vor dem Alter gibt. Und wenn meine Tochter einmal nicht das tut, was ich ihr sage, tröste ich mich nun insgeheim damit, dass ich in ihren Augen nur deshalb noch keine absolute Respektsperson bin, weil ich halt noch nicht „wirklich alt“ bin. (Im Geiste bleibe ich sowieso immer jung und idealistisch, wenn schon nicht rebellisch  😉 )



Wenn wir schon beim Thema Oma sind:

Mir fällt da sofort Kuchen ein, weil es den bei den Omas scheinbar immer vorrätig gibt. Omas und Kuchen – das gehört zusammen wie Nikolaus und Nüsse.

Ich selbst backe auch gelegentlich. Nämlich immer dann, wenn es sich aufgrund eines feierlichen Anlasses nicht vermeiden lässt. Dann suche ich digital und analog nach einem leckeren Rezept, das möglichst einfach ist. Eigentlich in der Reihenfolge: 1.einfach (Zutaten, die ich kenne und wenn möglich zu Hause habe) 2. lecker.

Ich darf trotz meiner nicht sonderlich ausgeprägten Back-und-Kochleidenschaft mehrere Bücher voller Rezepte für Kuchen und Torten mein eigen nennen. Vegan backen ist übrigens viel leichter als man mitunter meinen würde – nur sollte man, so wie wohl bei jedem Rezept, das man zum ersten Mal ausprobiert, mindestens einen Probelauf einplanen, damit der Teig letztendlich die gewünschte Konsistenz aufweist.

Ich betrachte dann jedenfalls seitenweise verschiedenste Köstlichkeiten: Bilder von Torten mit Creme oder ohne, bunte Glasuren oder nur mit Zucker bestreut, Verzierungen aus Früchten, Mandeln oder Marzipan, marmorierte oder mehrschichtige Kunstwerke, Gugelhupf oder Blechkuchen. So viel Auswahl!

Und dann kommt meine Tochter und reduziert die Menge an Möglichkeiten auf zwei:

Es gib Schokoladekuchen und Kuchen ohne Schokolade

wobei die Existenzberechtigung des letzteren tatsächlich fraglich ist.

Meine lieben …

… Kinder! Hört einmal zu!

So begann kürzlich die Ansprache meiner dreijährigen Tochter auf einem Spielplatz. Der Inhalt ihrer Rede? Es ging darum, für alle hörbar festzuhalten, dass es trotz sommerlicher Temperaturen im Spielholzhaus nicht heiß wäre (wie ein größerer Bub davor behauptet hatte) und man darin getrost spielen könne.

Beim gemeinsamen Spielen erklärte sie dem Buben, der selbst einen kleinen Bruder hatte, dann sichtlich stolz:

Das ist meine kleine Schwester. Die Z. Auf die muss man gut aufpassen. Die ist noch wuziklein!

Da schlugen unsere Elternherzen höher.

Und richtig ins Rasen kamen sie dann, als gleich darauf unsere E ihre kleine wohlzubehütende Schwester mit voller Absicht umrannte!

Bäh! Oder: Kurzer Gedanke über einen Teller

Manchmal vergeht auch mir das Lachen …

MitmachBlog

Ein Restaurant. Türe auf, hineingehen, kurz umsehen, einen freien Platz ansteuern, Platz nehmen. Der Kellner kommt. Ich bestelle ein Getränk, nehme die Speisekarte, schlage sie auf und überfliege die Liste mit den Augen. Kurzes Überlegen. Habe ich ausgewählt und mache auch einen dementsprechend gewählten Ausdruck auf oder Eindruck beim Kellner, kommt letzterer wieder an meinen Tisch und nimmt die Bestellung entgegen.

Nach einer kurzen oder hoffentlich nicht länger als angemessenen Wartezeit erscheint der Kellner wieder und trägt den Teller Schrimps mit Reis feierlich vor sich her. Ich greife zur Serviette, da geht die Küchentür erneut auf. Ein weiterer Kellner kommt aus der Küche und geht zielstrebig zu meinem Tisch.

Und hinter ihm kommt noch ein Kellner und noch einer. Sie alle tragen … etwas auf den ersten Blick Undefinierbares, ein Gemenge aus Flossen, Augen, Schildkrötenpanzer, offene Münder, einfach eklig. Manches darin scheint sogar noch zu zappeln. Die Küchentür steht nicht…

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