Monat: April 2016

Umfrage | Das „Kraft der Gedanken“-Experiment

Blogger unter der Lupe

Bloggen ist ein mehr oder minder intensiver Zeitvertreib, der schnell zur Sucht werden kann. Mitunter entwickelt sich daraus eine stete Suche nach Themen für den eigenen Blog,  ein permanentes Scannen des Alltags nach blogtauglichen Momenten und Erlebnissen.

Bei mir gestaltet sich die Suche eher so, dass ich sie gar nicht aktiv betreibe. Die Worte kommen vielmehr zu mir. Oder werden mir auch einmal von meinen Ghostreiterinnen untertänigst zur Begutachtung vorgelegt.

Meistens läuft es aber so ab: Irgendwann im Laufe des Tages springt mein Hirn nach einer Gedanken-Leerlauf-Phase plötzlich auf, läuft zum PC und fängt an, in die Tasten zu hämmern. O.K., das stimmt jetzt nicht ganz. Mein Gehirn gibt eigentlich nur die Befehle (an die Füße: „Rennt zum PC!“, an die Hände: „Schreibt!“), die aber meistens nicht unmittelbar umgesetzt werden. Die Beziehung meines Gehirns zu meinem Körper spiegelt damit ein klein wenig die Beziehung Mama-Tochter im Trotzalter wider.

Gewöhnlich kann ich mich genau dann nicht zum PC setzen, wenn mir gerade eine zündende Idee gekommen ist. Der Grund, oder vielmehr die beiden Gründe: Zwei Kinder, die (abwechselnd oder gleichzeitig) „Mama!“ rufen. Und ein bisschen Haushalt. Manchmal auch Kinder, die gerade nicht „Mama!“ rufen, sondern durch besonders große Stille auffallen (das spricht in der Regel für eine sofortige Anwesenheitsnotwendigkeit der Mama).

Statt die Gedanken sofort niederschreiben zu können (eigentlich ein seltsames Wort, ist es doch geradezu das wertschätzende Gegenteil von „niedermachen“), stapeln sich die Entwürfe nach und nach in meinem Kopf. Ein Überproduktionsdilemma! Bis abends sind die gedanklichen Beitragsskizzen unter einem Gebirge aus Frust, Vergessen und Verwerfungen begraben.

Bloggen erfordert sehr viel harte Arbeit.

Und Forschung, z.B.: Wann ist das timing für einen Artikel gut?

Im Prinzip immer dann, wenn der Beitrag endlich fertig ist und ich mich traue, den Publizieren-Knopf zu drücken. Will ich damit aber auch Leser erreichen, dann könnte man eine Wissenschaft daraus machen.

Mir jedenfalls passierte schon wiederholt folgendes: Nach tagelanger Überarbeitung eines ursprünglich rasch hingeworfenen Textes bei gleichzeitiger fremde-Blogs-lese-Abstinenz (der eigenen Authentizität wegen) halte ich das Geschriebene endlich für veröffentlichungswürdig. Und dann das: Der eigene Beitrag ist veröffentlicht, ich schaue zugleich entspannt und gespannt im wordpress-Reader nach, was sich auf den anderen Blogs so getan hat und – Bamm! – mindestens drei Artikel zu demselben Thema, nur irgendwie knackiger, lustiger, ergreifender, was-auch-immer-Komparativ-er.

Natürlich sind die Posts eigentlich ganz anders, aber ich selbst erkenne sofort die Zugehörigkeit zu eben jenem Themenkreis, dem auch mein druckfrisches Werk angehört. Und obwohl ich mir eigentlich sicher bin, dass ich die Idee selbst hatte oder sogar schon längere Zeit mit mir herum getragen hatte, komme ich mir vor wie eine Trittbrettfahrerin, eine Abschreiberin (eine von jenen, die in der Schule auch erwischt wird, weil beide Beiträge – der fremde und meiner, später! – sind ja online), eine Themen-Plagiatorin!

Was ist da also wirklich los? Ich habe lange gegrübelt und schließlich kam mir die Erleuchtung: Auf wordpress herrscht die Kraft der Gedanken!

Die Gedanken der Blogger werden auf (esoterischen?) Wegen vernetzt, stecken an, inspirieren, noch bevor man den Blog gelesen hat. Infos und Mitteilungen zwischen den Bloggern werden auch in ungeschriebener Form jenseits von Beiträgen und Kommentaren übertragen!

Dazu möchte ich heute ein kleines Experiment starten:

Benötigt werden der Gefällt mir-Button, eine eigene Meinung und ein Mundwerk.

Los geht’s!

Das Experiment

Meine Beiträge sind ja mitunter recht wortreich. Nun würde mich interessieren, was meine geschätzten Leser (ebenso wie die realen; Schätzwerte sind ja bekanntlich nur etwas Angenommenes und von der Meinung nur angenommener Leser habe ich nicht wirklich etwas, da könnte ich mir ja gleich irgendetwas selbst ausdenken) eigentlich wollen. Daher:

  • Wer möchte, dass ich kürzer schreibe und findet, dass ich in diesem Artikel zum Beispiel schon vor etwa 400 Wörtern auf den Punkt hätte kommen können, der drücke bitte JETZT den Gefällt mir-Knopf und sage laut „KURZ“ dazu. Und wer denkt, dass das Experiment professioneller wirkt, wenn Englisch involviert wird, der darf auch das im Österreichischen Politiksprech beliebte „SHORTLY“ benützen
  • Wer findet, dass alles so wie es ist, ganz gut ist, zumindest im Rahmen des Erträglichen oder dem es einfach wurscht ist, der drücke bitte JETZT den Gefällt mir-Knopf und sage laut „PASST“ dazu
  • Wer, aus welch unerfindlichen Gründen auch immer, tatsächlich will, dass ich noch längere Artikel schreibe, der drücke genau (einen Moment bitte, ich schaue gerade auf meine Stoppuhr, 21, 22, 23, ….) JETZT den Gefällt mir-Knopf und sage laut „MORE“ oder „MASOCHIST“
  • Wem das ganze hier zuwider ist und der keinen Gefallen daran finden konnte, der drücke bitte JETZT den „Gefällt mir„-Knopf besonders lange und wiederhole für die nächsten 30 Sekunden mantraartig den Satz „ICH WILL DAS GAR NICHT!“, um die gleichzeitig gesetzte Handlung zu negieren

Vielen Dank für’s Mitmachen!

Die Auswertung wird wie immer wordpress übernehmen.

Mich stellen Sie sich jetzt bitte mit geschlossenen Augen, „OOOOOOOMMMMMM“ murmelnd, den Kopf auf die Hände gestützt vor dem PC-Bildschirm vor, in mich selbst hineinhorchend und transzendental auf diese Weise zugleich in die Welt hinaushorchend.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse. Und wie es bei Abstimmungen und Wahlen so üblich ist: mitmachen sollte jeder, ändern wird sich dadurch natürlich nichts!

OOOOOOOOOOMMMMMMMMMM

Die Liste

Es gibt viele Listen: Einkaufslisten, To-do-Listen, verkettete Listen in Programmen, watchlists etc.

Und dann gibt es die eine Liste, die meine Versicherung führt.

Auf der stehe ich drauf.

Jawohl, das wurde mir nun offiziell schon mehrfach bestätigt. Die Liste der unbetreuten Ratenzahler. Letztere halten sich so lange für betreut und halbwegs vernünftig versichert bis sie erfahren, dass sie zumindest ersteres nicht sind und auf eben jener ominösen Liste stehen.

Wer im Februar schon mitgelesen hat oder ein anderes Mal über „Hugos Haustiere und die Versicherung“ gestolpert ist, weiß bereits, dass das Verhältnis zwischen der Versicherung meines Vertrauens und mir nur noch als ein (nicht so harmonisches) Aneinandergekettetsein bezeichnet werden kann.

Den Zusatz „meines Vertrauens“ habe ich nun definitiv gestrichen: also die Versicherung meines Vertrauens des Schreckens und ich, wir können menschlich nicht so gut miteinander. Für ein rein funktionales Arbeitsverhältnis ist das auch gar nicht unbedingt notwendig, es wäre hilfreich, aber kein Muss.

Nun ist vor kurzem zu meinem 3-Akter noch ein weiterer Akt hinzugekommen. Wie es sich für ein abgerundetes Drama gehört, wird diese Geschichte wohl letztendlich nicht als 4-Akter, sondern mit der obligatorischen Katastrophe (wahrscheinlich) oder Katharsis (der derzeit offenbar völlig unmöglichen Löschung meines Namens von der Liste) enden.

Aber im Detail (mehr …)

Schwierig | Ein ungleicher Kampf

Eines Tages stand er in unserem Büro,

ein neuer Kollege, so alt wie ich.

„Wie ist der wohl so?“

fragten wir uns, fragte ich mich.

Großgewachsen, eine Kämpfernatur.

Schwere Schicksalsschläge in seiner Kindheit hatten ihn nur angespornt, trotzdem weiter zu machen, nicht aufzugeben.

Er nahm schon als Kind sein Schicksal hin und lernte daraus.

Klare Ziele vor Augen, er wollte hoch hinaus.

Doch mit einem Mal war alles anders. Plötzlich ging es ums nackte Überleben.

 

Krebs, sehr aggressiv. „Vielleicht noch ein Jahr.“

Alle waren erschüttert, nur er blieb wie er war. (mehr …)

Bei uns zu Hause, im Wilden Westen

Mit Papa herumzutoben ist eines der Feierabend-Highlights meiner Töchter.

Neulich, als mein Mann gerade die kleine Z am Arm trug, wollte E (natürlich) auch von ihm durch die Wohnung getragen werden. Dazu ließ sie sich allerdings auf den Boden fallen, um erst einmal wie ein kleines Baby aufgehoben zu werden. Mit Z am Arm war das aber nicht möglich. Also schnappte mein Mann E am Oberarm und hob sie nur kurz in die Höhe – und wie Kinder so sind, fand sie das sehr lustig. Als er sie wieder auf den Boden zurücksinken ließ, rief sie entsetzt:

„Ich will aber höher hängen!“

Mein Mann und ich sahen uns verdutzt an und mussten dann sehr lachen.

Mütter-Triathlon: Anmeldeschluss!

Ein fröhlich spontanes und sportlich motiviertes ‚Hallo!‘, diesmal insbesondere an alle Mütter!

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, mir selbst (und selbstverständlich meinem Mann) immer treu zu bleiben, aber manchmal kommt es anders als man denkt.

Bekanntlich (also mir ist es bekannt, und wer hier oder da schon mitgelesen hat, dem ist es vielleicht nicht entgangen) blogge ich nicht über alles, nur über vieles, aber keinesfalls über Sport.

Und dann, das: Jetzt mache ich es doch, ausnahmsweise, einmalig, denn:

Es ist noch nicht zu spät für eine Anmeldung zum Mütter-Triathlon!

Also, liebe Mütter, bevor ihr wieder einmal gar nicht wisst, wohin mit der vielen Freizeit, den immer gleichen Kaffeklatsch bei der Spielegruppe schon auswendig kennt oder euch sonst in der Küche nur gelangweilt die Beine in den Bauch steht, während ihr dem Haushalt zuschaut wie er gedeiht und wächst:

Auf zum Triathlon! (mehr …)