Kategorie: Fotos

Süße Hörnchen

Gibt es jemanden, der sie nicht liebt? Die Eichhörnchen? Na ja, vielleicht der Hausmeister von Scrubs, seine Liebe zu diesen Tieren ist – äh- erschreckend. Aber sonst? Hörnchen – süß, oder?

Wir lesen derzeit zum Einschlafen gelegentlich ein Buch namens „So leben die kleinen Eichhörnchen„. Das Buch ist sehr nett gemacht und schon für ganz junge Kinder geeignet. Sowohl E als auch die 2-jährige Z hören gespannt zu und freuen sich über ihr bereits angeeignetes Wissen über die possierlichen Tierchen:

Z über die Eichhörnchen-Babies: „Die kleinen können nicht sehen!

E beantwortet schon stolz die Fragen, welche in dem Buch gestellt werden: „Den Schwanz brauchen sie zum Steuern!

Eine Eichhörnchen-Mama (und ihre Kinder) werden durch ein Jahr begleitet. In kurzen Sätzen wird beschrieben was die Tiere machen, was sie fressen, wie sie leben, wer ihre Feinde sind. Man kann das Buch vorlesen wie eine kurze Geschichte und dabei immer wieder Zusatzinfos einbauen, die an den Seitenrändern extra angeführt sind (Wer lebt noch auf dem Baum, was steht alles auf dem Speiseplan der Eichhörnchen …).

Offenbar gibt es eine ganze Reihe Tierbücher von Friederun Reichenstetter und wir werden sicherlich noch mehr davon lesen.


Auf dem Bild hat sich übrigens auch ein Vertreter der Familie Hörnchen versteckt. Findet ihr ihn (oder sie)?

murmeltier

 

 

12 Monate (7) – Tag und Nacht

Der August ist schon fast wieder vorbei! Am letzten Sonntag des Monats ist es Zeit für das Fotoprojekt „12 Monate“ von Zeilenende. Ich begleite unseren Kirschbaum in Bildern durch das Jahr.

Im August hat sich nicht besonders viel an ihm verändert. Es sind noch weniger Blätter geworden, gar keine Früchte mehr darauf zu finden, aber er ist ein Teil unserer Freizeit – bei Tag und bei Nacht:

Tagsüber im hellen Sonnenschein (der noch immer für hochsommerliche Temperaturen sorgt) …

kirschbaum-august.JPG

… ist er eine wahre Stütze für die Kinder („Mama, ich kann fliegen!„), aber auch für Ruhe suchende Erwachsende (Nestschaukel im Hintergrund – eine segensreiche Erfindung für die ganze Familie):

kirschbaum-schaukeln

Und abends

kirschbaum-mond-sw

… im Mondenschein ein wunderbares Plätzchen, um den Tag ausklingen zu lassen. Grillen zirpen, ein Käuzchen ruft im Wald, Fledermäuse sausen lautlos durch den Himmel und nach und nach gehen die Sterne auf.

Und wenn das Auge statt dem Kipferl dann die seitlich beleuchtete Mondkugel sieht, fühlt man sich plötzlich winzig klein und die alltäglichen Sorgen verschwinden für einen Moment hinter der Erkenntnis, dass der Mensch nur ein ganz kleines Rädchen im riesigen Weltall ist.

kirschbaum-mond


Alle bisherigen Beiträge zu dem Projekt gibt es unter der Kategorie 12 Monate.

Und all die sehenswerten Fotos der anderen Teilnehmer findet ihr beim Zeilenende verlinkt.

12 Monate (6) – Von Ampeln und Amseln

Der letzte Sonntag im Juli ist fast vorüber, das gleichmäßige Ticken der Uhr im Zimmer meiner kleinen Tochter erinnert mich an die Vergänglichkeit. Vor allem die tägliche Vergänglichkeit der Motivation im Laufe des Tages, die wöchentliche Vergänglichkeit des Wochenendes und die monatliche Vergänglichkeit von Deadlines.

Ich habe es tatsächlich den ganzen Tag über nicht geschafft, den 6. Beitrag zum Projekt 12 Monate von Zeilenende zu schreiben. Jetzt wird es aber höchste Zeit. Die Kinder schlafen (und können daher nicht mehr als Ausrede herhalten), das brühend heiße Sommerwetter hat sich in eine verregnete Gewitternacht verwandelt. Genau richtig, um zu bloggen.

Der alte Kirschbaum hat im Juli einiges an Blättern und Früchten verloren. Die Hitze und ein paar Gewitterstürme haben bereits einige Äste leergefegt. Die Kirschen selbst haben vor allem die Amseln gefressen. Und die Drosseln, Spatzen, Hausrotschwänzchen und Grünfinken und wer weiß welche anderen Singvögel noch. Wie jedes Jahr haben wir so gut wie keine Kirschen geerntet, weil die Vögel einfach schneller und gründlicher waren. Gut so, ich hoffe, es hat geschmeckt.

Lange genug drum herum geschrieben, so schaut er momentan aus, unser alter Kirschbaum:

julibaum_ganz2
Mittags
julibaum_zweig
Die grünen Blätter werden weniger
julibaum_ast
„Schattenspender“ mit Lücken

Im Titel stand doch was von Ampeln und Amseln, gell. Beim Schreiben ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass sich die beiden Worte nur durch einen Buchstaben unterscheiden, obwohl sie Grundverschiedenes bezeichnen und auch ganz unterschiedlicher Herkunft sind. Was es nun mit der Ampel auf sich hat? Die habe ich vor unserem Kirschbaum entdeckt. Für die Verkehrsschule sind meine Kinder noch zu klein, aber fürs Gärtnern nicht. Und die Natur bringt interessante Farbspiele hervor.

tomatenampel
Diese Kombination kenne ich doch von irgendwo: Rot, orange, grün

 

Diese „Tomatenampel“ ist zum Glück nicht der Wühlmaus zum Opfer gefallen. Das überaus fleißige Tier hat gleich nach dem Anpflanzen zu ernten begonnen und Nacht für Nacht  – schwups, schwups, schwups – eine Pflanze nach der anderen einfach in ihre Höhle gezogen. Am Morgen war dann nur noch ein Loch da.

Wie alle guten (und tierlieben) Gärtner haben wir getan, was in so einem Fall zu tun ist: Vorher- und Nachher-Fotos zur Beweissicherung geschossen und dann mit dem Fotoapparat auf die Lauer gelegt. Aber die Wühlmaus wollte sich einfach nicht persönlich zeigen (in der Viertelstunde, die ich tapfer und paparazzimäßig vor dem Beet ausgeharrt habe). Schade!


Alle bisherigen Beiträge zu dem Projekt gibt es unter der Kategorie 12 Monate. Und all die sehenswerten Fotos der anderen Teilnehmer findet ihr beim Zeilenende verlinkt.

 

 

 

Kein besonders hoher Besuch

dafür ein eher seltener beehrte uns neulich im Garten:

molch

Mit dem geschulten Auge einer ehemaligen Möchtegernzoologin (*hust*) erkannte ich sofort (und nach ein paar Minuten Internetrecherche), dass es sich bei der „schwarzen Eidechse“ wohl um ein weibliches oder junges Exemplar eines Alpenkamm-Molches handeln dürfte und das Tier somit den Lurchen und nicht den Reptilien (*Ups!*) zuzuordnen ist.

Die größere Tochter bestaunte den kleinen „Drachen“ aus sicherer Entfernung und ihre Scheu machte mir bewusst, dass die eigenen Kinder tatsächlich auch andere Gene als die eigenen mitbekommen. Mir hat noch nie vor Tieren mit weniger als 8 Beinen gegraut.

Nach ein paar Minuten war der Salamander im Gras wieder verschwunden.

el und erl – Österreich Edition

El – español? No, no!

Erl – könig? Aber nein! Obwohl mich dieses Gedicht schon als Kind fasziniert hat.

Im Österreichischen enden viele Dinge auf -el bzw. -erl oder gar -dl, zum Beispiel Knödel, Knöderl (kleiner Knödel), Semmel oder Semmerl, das Radel („jo, mir san mim radl do“), Gurkerl (kleine Gurke), Sackerl (Tüte), Nockerl und die Bockerl (Kiefernzapfen).

Diese Endungen kommen den Bewohnern Meidlings (12. Wiener Gemeindebezirk) besonders entgegen, denn dort heißt Meidling ja eher MeidLLLing. Ein verlängert gerolltes L. Ein -erl am Schluß wird dann als -al oder Meidlingerisch als -aLLL ausgesprochen, also Semmal, Häfal (Tasse), Kammal (Kammer), Glockal (Glöckchen).

Die Buchstabenkombinationen mögen jedoch nicht allen leicht fallen, insbesondere, wenn man Deutsch als Fremdsprache erlernt, oder überhaupt gefallen. Manch einer wird darüber die Nase rümpfen, weil sie verniedlichend und daher dümmlich wirken. Aber so dumm sind wir Österreicher dann doch auch wieder nicht, dass wir zum Beispiel überall drauf schreiben müssten, wie wir zu einem Ding sagen, oder doch?

kastal
Kein Kastell, sondern ein kleines Kasterl, also „Kastal“

 

 

 

 

12 Monate (4) – Drumherum

Ende Mai und demnächst werde ich wohl schon von Laternenumzügen und Adventfeiern berichten können. Die Zeit verfliegt. So wie manch lieber Mensch meiner Familie. Und kommt er dann endlich wieder nach Hause zurück, dann rufen die Kinder begeistert „Winnie Pooh! Winnie Pooh!“ statt „Papa!“ bei der Begrüßung. Wobei der ganze Satz wohl gelautet hätte: „Schau mal Papa, ich habe einen Winnie Pooh Luftballon und ich freue mich so, dich wiederzusehen!„, aber das bekamen sie in der Aufregung verständlicherweise nicht heraus. Na ja, wir haben herzlich gelacht und mein Mann den Winnie Pooh Luftballon gleich mit in die Arme geschlossen. Das Drumherum ist doch auch schön.

Und davon will ich euch heute auch etwas zeigen – vom Drumherum um den Kirschbaum:

kirschbaum_gras

„Natur im Garten“ wird das gerne genannt. Ich mag Wiesen noch lieber als Rasen, und außerdem spart es Zeit, wenn man ein paar Flecken unberührt lässt im Garten, damit sich Bienen, Hummeln und Käfer tummeln können. Lassen wir also Gras drüber wachsen über Mamas Rasenmäheraversion. Hinter dem Gras übrigens: Der Kirschbaum.

kirschbaum_rose

Vor dem Gras – jetzt wo Pfingsten vor der Tür steht – auch ein paar Pfingstrosen. Sehr sympathische Pflanzen: Sie brauchen keine große Pflege und blühen trotzdem groß und schön und farbenprächtig. Die sind mit meinem Händchen für Grünzeug kompatibel.

Und wenn man morgens früh genug hinaus geht, findet sich sogar manchmal ein Stern am Himmel, wo man ihn gar nicht vermuten würde:

kirschbaum_morgenstern

Die Sonne zeigt sich von ihrer strahlendsten Seite und ein paar nette Lichteffekte gibt es gleich noch dazu.

Ich wünsche allen einen wunderschönen Sonntagmorgen!


Ein Jahr lang jedes Monat ein Objekt mit Bildern begleiten, das Projekt 12 Monate von Zeilende. Ich „begleite“ unseren Kirschbaum durch das Jahr und ab und zu auch ein bisschen etwas vom Drumherum im Garten.

Meine bisherigen Fotos zu diesem Projekt findet ihr hier:

Zwölf Monate – Langsamkeit (1)

12 Monate – (2) Verhext

12 Monate (3) – Where have all the flowers gone?

12 Monate (3) – Where have all the flowers gone?

Am letzten Sonntag im Monat ist es wieder Zeit für das Projekt „12 Monate„, welches  vom Zeilende dankenswerter Weise ins Leben gerufen wurde.

Das ganze Monat über werfe ich immer wieder Blicke auf unseren alten Kirschbaum und überlege, wie ich euch ein bisschen daran teilhaben lassen kann, wie er da so in unserem Garten steht, als Stütze für Mensch (und seine Schaukeln) und Tier – neben Hummeln und Bienen erfreuen sich besonders Vögel und Eichhörnchen an seiner Existenz. Letztere beiden zeigen sich aber auch äußerst fotoscheu bzw. ich mich zu langsam, zu blind für die gut getarnten Sänger oder einfach zu kameralos, um sie endlich einmal schön abzulichten. Erst kürzlich lauschte ich einem wunderbaren Abendkonzert, konnte den Solisten aber einfach nicht im Astwerk ausmachen. Dafür kam mir dann dieser hübsche Amslerich vor die Linse, der aber gewiss nichts mit dem Lied zu tun hatte, weil Amsellieder neben Taubengurren und Spatzengetschilpe die einzigen Vögeltöne sind, die ich einwandfrei zuordnen kann:

april-baumamsel

Diesmal möchte ich das vergangene Monat in ein paar Bildern Revue passieren lassen. Denn dank der Aprilwetterkapriolen zeigte sich unser Garten innerhalb weniger Tage so unterschiedlich wie er das normalerweise nur über Wochen hinweg im Wechsel der Jahreszeiten tut:

Bei sommerlichen Temperaturen waren Anfang April die ersten Schneebälle auf dem Baum zu sehen:

april-baumbluete

april-baumflugzeug

Frühlingsgefühle stellten sich ein, sogar schon Sommervorfreude und etwas Panik, angesichts der Feststellung, dass die ältere Tochter aus der Sommerkleidung des Vorjahres definitiv herausgewachsen ist. Doch dann passierte Folgendes: Aus diesem Anblickapril-baumschnee3a

wurde innerhalb eines Tages dieser:

april-baumschnee4

Aus den Blütenschneebällen wurde echte, kalte, matschige. Aus den Schneereminiszenzen so richtiger Schnee und auch richtig viel davon, mitten im April:

april-baumschnee3

april-baumschnee1

Nach einer Woche war das (verkehrstechnisch desaströse und für die Natur zum Teil verheerende) Spektakel wieder vorbei. Die Sonne befreite den Garten und alles rundherum von den Schneemassen,

april-baumsonnewolken

ich konnte meinen Platz in der Nestschaukel wieder einnehmen und durch das Geäst des Kirschbaums in den Himmel hinauf blinzeln.

Während die Abendsonne die Rinde der westlichen Äste glänzen lässt,

april-baumast

suche ich nach den letzten Blüten. Ob es heuer wohl Kirschen geben wird?

april-baumverblueht

Es heißt abwarten. Die Hummeln sind wieder unterwegs und die Sonnenuntergänge künden schon von wunderbar langen, lauen Sommerabenden, die wir unter unserem alten Kirschbaum verbringen werden.

april-baumsonnenuntergang