12 Monate (6) – Von Ampeln und Amseln

Der letzte Sonntag im Juli ist fast vorüber, das gleichmäßige Ticken der Uhr im Zimmer meiner kleinen Tochter erinnert mich an die Vergänglichkeit. Vor allem die tägliche Vergänglichkeit der Motivation im Laufe des Tages, die wöchentliche Vergänglichkeit des Wochenendes und die monatliche Vergänglichkeit von Deadlines.

Ich habe es tatsächlich den ganzen Tag über nicht geschafft, den 6. Beitrag zum Projekt 12 Monate von Zeilenende zu schreiben. Jetzt wird es aber höchste Zeit. Die Kinder schlafen (und können daher nicht mehr als Ausrede herhalten), das brühend heiße Sommerwetter hat sich in eine verregnete Gewitternacht verwandelt. Genau richtig, um zu bloggen.

Der alte Kirschbaum hat im Juli einiges an Blättern und Früchten verloren. Die Hitze und ein paar Gewitterstürme haben bereits einige Äste leergefegt. Die Kirschen selbst haben vor allem die Amseln gefressen. Und die Drosseln, Spatzen, Hausrotschwänzchen und Grünfinken und wer weiß welche anderen Singvögel noch. Wie jedes Jahr haben wir so gut wie keine Kirschen geerntet, weil die Vögel einfach schneller und gründlicher waren. Gut so, ich hoffe, es hat geschmeckt.

Lange genug drum herum geschrieben, so schaut er momentan aus, unser alter Kirschbaum:

julibaum_ganz2
Mittags
julibaum_zweig
Die grünen Blätter werden weniger
julibaum_ast
„Schattenspender“ mit Lücken

Im Titel stand doch was von Ampeln und Amseln, gell. Beim Schreiben ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass sich die beiden Worte nur durch einen Buchstaben unterscheiden, obwohl sie Grundverschiedenes bezeichnen und auch ganz unterschiedlicher Herkunft sind. Was es nun mit der Ampel auf sich hat? Die habe ich vor unserem Kirschbaum entdeckt. Für die Verkehrsschule sind meine Kinder noch zu klein, aber fürs Gärtnern nicht. Und die Natur bringt interessante Farbspiele hervor.

tomatenampel
Diese Kombination kenne ich doch von irgendwo: Rot, orange, grün

 

Diese „Tomatenampel“ ist zum Glück nicht der Wühlmaus zum Opfer gefallen. Das überaus fleißige Tier hat gleich nach dem Anpflanzen zu ernten begonnen und Nacht für Nacht  – schwups, schwups, schwups – eine Pflanze nach der anderen einfach in ihre Höhle gezogen. Am Morgen war dann nur noch ein Loch da.

Wie alle guten (und tierlieben) Gärtner haben wir getan, was in so einem Fall zu tun ist: Vorher- und Nachher-Fotos zur Beweissicherung geschossen und dann mit dem Fotoapparat auf die Lauer gelegt. Aber die Wühlmaus wollte sich einfach nicht persönlich zeigen (in der Viertelstunde, die ich tapfer und paparazzimäßig vor dem Beet ausgeharrt habe). Schade!


Alle bisherigen Beiträge zu dem Projekt gibt es unter der Kategorie 12 Monate. Und all die sehenswerten Fotos der anderen Teilnehmer findet ihr beim Zeilenende verlinkt.

 

 

 

5 Gedanken zu “12 Monate (6) – Von Ampeln und Amseln

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