Kategorie: Tiere

Trauriger Rekord

Gestern Morgen in der Presse:

Neuer Rekord an Schweineschlachtungen in EU

257 Millionen Schweine wurden im Vorjahr in der EU geschlachtet, allein 5,2 Millionen in Österreich.

Letztes Jahr starb also ein Schwein für ca. jeden zweiten Österreicher, und – äh – drei Schweine pro Einwohner in Deutschland. Jetzt könnte ich fragen: Leute, wo esst ihr das bloß alles hin? Aber mir ist gar nicht nach Scherzen zumute. Dabei geht es mir gar nicht so sehr, um das Warum (Fleisch essen), sondern um das Wie (schaut das Leben eines Schlachttiers aus?)

Das Leben von Mastschweinen

Leider sind Missstände keine Ausnahme. Das Leben von Mastschweinen ist im besten Fall traurig und stressig, im schlechtesten Fall unvorstellbar schmerzlich und grauenhaft:

Schweinehaltung: Die verborgene Realität

Selbst kleinere „Familien“betriebe garantieren nicht, dass es den Tieren besser geht (skandalöse Zustände in Kärnten). Von der Idylle, wie sie in den Bilderbüchern gerne dargestellt wird und wie wir sie uns idealtypisch gerne vorstellen würden, ist die Realität längst weit entfernt:

Bauernhof

Warum sieht man nur so selten (bis nie) Schweine, wenn man aufs Land fährt? Ganz einfach: Weil sie ihr kurzes, unbefriedigendes Leben eingesperrt in Ställen auf ihrem eigenen Mist, Vollspalten- oder Betonböden verbringen (so wie die Legehennen und Mastgeflügel) und so gut wie nichts, was für sie natürlich wäre, ausleben dürfen.

Schwein gehabt, selbst kein Mutterschwein zu sein (Quelle: http://www.ariwa.org/wissen-a-z/hintergrund/schweineleben.html)

 

Tiere mit Herz

Dabei wären Schweine intelligente und sogar empathische Wesen, wenn wir sie nur lassen würden:

Auch-Schweine-kennen-Mitgefuehl

 

Heute schon einen Mann vernascht?

Im Garten hatten wir Anfang September Besuch: Ein frommes Ding angeblich,

 

das aber auch für seinen besonderen Männergeschmack bekannt ist.

Ein bisschen erinnert mich diese Gottesanbeterin aber schon ein „unheimliches Wesen aus einer anderen Welt“, oder?

gottesanbeterin-alien.jpg
Nicht aus einem Horrorfilm der 80er Jahre und auch keine Kontrahentin von Sigourney Weaver, aber trotzdem eine ziemliche Schrecke 🙂

Ich habe dann noch ein paar Mal im Garten eine Gottesanbeterin gesehen, die war allerdings grün. Das ist mir erst jetzt beim Betrachten der Bilder bewusst geworden. Ob sich die beiden kannten, oder sogar miteinander essen waren *hust* – ich will es eigentlich gar nicht so genau wissen.

Kein besonders hoher Besuch

dafür ein eher seltener beehrte uns neulich im Garten:

molch

Mit dem geschulten Auge einer ehemaligen Möchtegernzoologin (*hust*) erkannte ich sofort (und nach ein paar Minuten Internetrecherche), dass es sich bei der „schwarzen Eidechse“ wohl um ein weibliches oder junges Exemplar eines Alpenkamm-Molches handeln dürfte und das Tier somit den Lurchen und nicht den Reptilien (*Ups!*) zuzuordnen ist.

Die größere Tochter bestaunte den kleinen „Drachen“ aus sicherer Entfernung und ihre Scheu machte mir bewusst, dass die eigenen Kinder tatsächlich auch andere Gene als die eigenen mitbekommen. Mir hat noch nie vor Tieren mit weniger als 8 Beinen gegraut.

Nach ein paar Minuten war der Salamander im Gras wieder verschwunden.