Monat: Oktober 2016

Meine Fernbeziehung

Ich bin zwar gerade in Ferien (sozusagen), aber das muss jetzt doch einmal erzählt werden …

MitmachBlog

Fernbeziehungen sind oft schwierig, aber sie können funktionieren. Man bleibt in Kontakt über Telefon, über Briefe (Puh! Wie altmodisch, nicht? In Zeiten von social media) oder sogar mittels gegenseitiger Besuche. Auto? Bahn? Flugzeug? Wie wäre es mit einer Kutschenfahrt?

Mein Verhältnis zu meiner Versicherung ist nicht das ungetrübteste – wie ich auf meinem Blog schon ein-, zweimal erzählt habe. Nun gab es neulich eine weitere Episode in dieser fast never-ending story. Zunächst in Kurzfassung:

Was bisher geschah

  • In grauer Vorzeit: Privates Finanzgenie (aka ich) beschließt eine Versicherung abzuschließen (no risk, no fun, no gains – und im Nachhinein betrachtet: no brains? )
  • Jahre vergehen. Wir schreiben das Jahr 2013. Plötzlich ein Anruf von meinem neuen Betreuer! Er wolle sich bei mir vorstellen und alle Daten aktualisieren und bla, bla, bla… Ich weiß gar nicht, dass ich bisher unbetreut war, aber der Schock ist rasch überwunden. Ein…

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Im Morgengrauen

Über eine Mitfahrgelegenheit im Morgengrauen ist man manchmal dankbar. Manchmal nicht.
Eine Kurzgeschichte zwischendurch …

MitmachBlog

Sie atmete auf. Frischluft, endlich! Eine lange Nacht lag hinter ihr. Es war schon früher Morgen und klirrend kalt. Die Straßen waren menschenleer. Die Musik aus dem Club dröhnte noch immer in ihren Ohren, obwohl sie hier außen nur noch leise zu hören war. Die wummernden Bässe bereiteten ihr eine leichte Übelkeit. Sie lehnte sich an die Wand und schloss die Augen. Gedanken überschlugen sich in ihrem Kopf. Ein wirres Durcheinander aus Satzfragmenten, mühselig bis peinlichen Versuchen seichter Unterhaltung. Ein schreckliches Gefühl stieg in ihr hoch. Sie kannte es von früher, schon seit ihrer Kindheit.

Stille. Sie brauchte jetzt unbedingt Stille. Und sie wollte weg von hier.

Langsam ging sie die Straße entlang. Beim Bahnhof würden hoffentlich noch Taxis auf Nachteulen wie sie warten. Dabei war sie gar keine Party feiernde Nachteule. Nicht freiwillig. Sie fühlte sich in Gesellschaft leicht unwohl. Firmenfeiern waren am schlimmsten. Statt mit Freunden zusammen zu…

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Herbstferien!

PRODUKTION DROSSELN KREATIVE SCHAFFENSPAUSE EINLEGEN REKREATIONSPHASE BEGINNEN Die Natur fängt an, sich auf den winterlichen Shutdown vorzubereiten, aber davor erfreut sie uns noch mit ganz besonderen Momenten: Lustwandelnd durch den Blätterwald erkennt der Mensch stumm staunend bald, dass erst die bunte Farbenpracht den Tag heute … Herbstferien! weiterlesen

*hust*hust* Kleine Materialkunde

Schon wieder …

Eines meiner Kinder ist krank. So weit, so unspektakulär – zumindest für den Rest der Welt. Das passiert tatsächlich ja auch ca. einmal im Monat und überrascht mich doch jedes Mal aufs Neue, weil es immer genau an dem Tag losgeht, an dem es gerade überhaupt nicht in die Tagesplanung passt, wobei es für Erkrankungen wohl nie den richtigen Moment gibt.

Alle meine Kleinvorhaben sind jedenfalls durcheinander geraten, aber wie sagte eine Freundin neulich so schön:

Planen mit Kindern ist nur etwas für Hardcore-Optimisten.

Und da ich weder dies noch jenes hardcore betreibe, fröne ich lieber weiter meinem Zweckpessimismus:

Besser mit dem Schlimmsten rechnen und trotzdem überrascht sein, wenn es dann tatsächlich eintritt, als unbekümmert ins Verderben rennen.

…alle auf einmal

Mindestens einmal im Quartal erklärt sich die ganze Familie solidarisch mit dem erkrankten Kind und lässt sich gleich mitanstecken.

Daher meint das *hust*hust* des Titels mitnichten die buchstäbliche Verbildlichung des nonverbalen Gehüstels, welches gerne dort eingesetzt wird, wo durch auffälliges Räuspern an klaren Worten gespart wird. Es steht vielmehr unmittelbar, im wahrsten Sinne des Wortes für  „hust, hust“. Ein Geräusch, welches die letzten Tage und Nächte so oft auch noch verstärkt durch das Babyphone an mein Ohr drang, dass die Stille nach der Gesundung einer gewissen Eingewöhnung bei mir bedürfen könnte.

… ab zum Arzt

Es war also gekommen, wie es kommen musste. Zeit, die Brut fürsorglich zum Arzt zu bugsieren. An jenem Tage regnete es in Strömen. Gut eingepackt in Regenstiefel, -hosen und -jacken machten wir uns auf den Weg zum Abhorchen und AAAAAA-Sagen.

Der ärztliche Ratschlag lautete (erwartungsgemäß), dass es auch weiterhin noch einige Zeit „hust, hust“ durch das Haus klingen würde, weil man bei Kindern (und hoffentlich auch sonst) nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt. Sprich: Hausmittel nehmen, viel trinken, viel schlafen und abwarten statt eines ordentlichen Medikamentencocktails.

Dieses gelindere Mittel wurde von der verantwortungsbewußten Mama, die des Nachts ohnedies völlig ohne Schlaf auszukommen gewohnt ist, wenn sie schon tagsüber keine Erholungspause hatte, brav abgenickt und verinnerlicht. Dann stapften wir durch den Regen zurück nach Hause, den kommenden schlaflosen Nächten entgegen.

Daheim wurde dann fleißig Arzt gespielt. Das Abhorchen verbinden meine Kinder mit einem „bumm – bumm bumm“-Geräusch, Mamas großartiger Imitation des Herzklopfens. Wann immer meine Kleinen mit ihrem Spielzeugarztkoffer zu Medizinern mutieren und mich mit dem Plastikstethoskop abhorchen, bekommen sie es zu hören: „bumm – bumm bumm – bumm bumm“.

…nur beste Qualitätsware

Kurz vor dem Abendessen stand E dann in der Küche und versuchte, ihr eigenes Herz mit der Hand zu ertasten. Ich bezweifle, dass sie es wirklich schlagen spürte, denn sie fragte ganz aufgeregt:

„Ist mein Herz aus Stein?“

Nun, mein Mann und ich dachten kurz nach, erinnerten uns an ein paar ihrer – nennen wir es einmal vorsichtig – egoistischen Episoden, erklärten ihr dann aber doch, dass dem wohl nicht so wäre. Immerhin gibt es auch viele Phasen, in denen sie große Zuneigung zu und Empathie für andere Menschen zeigt, allen voran gegenüber ihrer kleinen Schwester.

Die Neugierde der 3-Jährigen war damit aber noch nicht gestillt. Mit leuchtenden Augen fragte sie gespannt weiter:

„Dann ist es aus Plastik?“

Ihre Enttäuschung war ganz offensichtlich als ich ihr erklärte, dass das Herz ein Muskel ist.

Die Plastikrevolution ist nicht nur im Alltag der Erwachsenen angekommen, sondern vor allem auch in den Köpfen und Herzen der Kinder!

 

Heute lese ich …von lockeren Bären und verklemmten Hasen

Wortgeflumselkritzelkram schreibt jede Woche über ein Buch, das sie gerade liest („Heute lese ich …„) und ich mache mit: Hausbesetzer, beschäftigungslose Mietnomaden, die die Leere ihrer Freizeit mit In-sich-Hineinstopfen und lauten Parties zu füllen versuchen, psychosomatische Leiden von zwanghaften Putzfanatikern und wie aus zwei sehr … Heute lese ich …von lockeren Bären und verklemmten Hasen weiterlesen