Im Morgengrauen

Über eine Mitfahrgelegenheit im Morgengrauen ist man manchmal dankbar. Manchmal nicht.
Eine Kurzgeschichte zwischendurch …

MitmachBlog

Sie atmete auf. Frischluft, endlich! Eine lange Nacht lag hinter ihr. Es war schon früher Morgen und klirrend kalt. Die Straßen waren menschenleer. Die Musik aus dem Club dröhnte noch immer in ihren Ohren, obwohl sie hier außen nur noch leise zu hören war. Die wummernden Bässe bereiteten ihr eine leichte Übelkeit. Sie lehnte sich an die Wand und schloss die Augen. Gedanken überschlugen sich in ihrem Kopf. Ein wirres Durcheinander aus Satzfragmenten, mühselig bis peinlichen Versuchen seichter Unterhaltung. Ein schreckliches Gefühl stieg in ihr hoch. Sie kannte es von früher, schon seit ihrer Kindheit.

Stille. Sie brauchte jetzt unbedingt Stille. Und sie wollte weg von hier.

Langsam ging sie die Straße entlang. Beim Bahnhof würden hoffentlich noch Taxis auf Nachteulen wie sie warten. Dabei war sie gar keine Party feiernde Nachteule. Nicht freiwillig. Sie fühlte sich in Gesellschaft leicht unwohl. Firmenfeiern waren am schlimmsten. Statt mit Freunden zusammen zu…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.223 weitere Wörter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s