Mein Name Sei MAMA

Vom Katzen streichelnden Serienjunkie und dauer-studierenden Workaholic zur MAMA: Plötzlich dreht sich (fast) alles nur noch um die Kinder

Serien, die ich schaue

Ohne Gewähr auf Vollständigkeit und individuelle Unterhaltungsqualität  beim Anschauen.

Details (Lieblingsfolgen, -szenen, -charaktere, sonstige Anmerkungen) werden laufend ergänzt.

Diese Seite, so wie mein ganzer Blog, ist ein „laufendes“ Projekt [lustiger Ausdruck – Wo rennt es denn hin? Wann kommt es zurück? Vor wem läuft es davon? Fragen über Fragen, die sich um 3 Uhr morgens beim Blogschreiben anhäufen und auch überaus berechtigt, gar philosophisch erscheinen!] ohne konkreten Anfang und (noch) ohne zu erkennendes Ziel und Ende. Wann immer ich Zeit finde (z.B. nachts, wenn ich nicht schlafen kann, weil ich weiß, dass ich sowieso bald wieder von meinem Baby geweckt würde – meine innere Uhr ist mir da wirklich oft eine große Hilfe! Da liegt die Ruhe sozusagen direkt vor mir, und ich ergreife sie nicht – nein, das war zu aktionistisch formuliert; „alles schläft, einsam wacht“ trifft es besser), erweitere ich meine Beiträge. Manchmal korrigiere und aktualisiere ich auch Dinge, die mir in der Hektik des Schreibens entgangen sind, weil z.B. meine Gedanken schon vom Bildschirm zur Familie gewandert sind:

Das Quängeln des Kindes, welches Hilfe beim Puzzle einfordert

14:53:12 „Mama, kannst du mir bitte helfen?“

14:53:47: „Ja gleich, Schatz“

14:53:59 „Mama, kannst du mir bitte helfen?“

14:54:23 „Sofort, Schatz!“

14:54:32 „Mama, ich brauche Hilfe!“

14:54:45 „Ich schreibe nur den Satz zu Ende!“

14:54:59 „Mama, kannst du mir bitte helfen?“

14:55:00 „Ich komme schon!“ (innerliches Seufzen)

und das Weinen des Babies, das plötzlich auch nicht mehr im Gitterbett, sondern lieber auf Mamas Arm sitzen will, um die spannende Konversation zwischen Mama und großer Schwester (siehe oben) noch besser mitzubekommen, das alles lässt sich mit gutem Gewissen halt nur eine sehr begrenzte Zeit lang überhören/ignorieren.

Ich neige ja nicht nur zu langatmigen Formulierungen mit vielen Einschüben, so wie sie mir eben in den Sinn kommen – das ist Ihnen vermutlich noch gar nicht aufgefallen, hätte ich es nicht selbst erwähnt – auch zu einem gewissen pedantischen Perfektionismus, der mit Phasen des „Passt schon!“ abwechselt.

Letzteres ist wohl ein typisch österreichisches Phänomen oder zumindest ein typisch österreichischer Ausdruck. Er steht für die Selbstzufriedenheit mit der eigenen Arbeit, die gleichzeitig mit der Erkenntnis empfunden wird, dass das bisher Geleistete zwar NICHT perfekt ist, aber vorerst ausreicht. „Passt schon!“ ist also die Mitteilung, dass trotz eines möglicherweise schon vorhandenen oder bald auftretenden Mangels, die Arbeit beendet wird, um jede weitere persönliche Anstrengungen zu vermeiden und endlich von der leidlichen Plackerei in die verdiente Ruhephase zu wechseln, den lang herbei gesehnten Feierabend zu genießen. Das Einstellen der Arbeit wird dabei mit der gewissensberuhigenden Begründung getätigt, dass zumindest rein äußerlich dem momentanen Anspruche Genüge getan wurde. Ich bin mir sicher, sie verstehen was ich meine …[innerliches „Passt schon!“]

Was mir wegen des Schwankens zwischen erbsen-zählerischer Genauigkeit mit dauerndem Ver/Nachbessern und lässigem ist-doch-eh-egal-und-gut-genug in einem Fernsehmagazin-Psychotest attestiert würde? Keine Ahnung. Aber da kommt meistens sowieso nicht mehr heraus, als man über sich ohnedies schon vermutet hatte.

Die Reihenfolge der aufgezählten Serien spiegelt nicht meine Wertung wider, sondern ist eher chronologisch, also in welcher Abfolge ich persönlich die Serien geschaut habe.

Noch eine Anmerkung, die Kindertauglichkeit der Serien betreffend:

Sie sind es NICHT!!!

Als werdende Mutter hörte ich bei Kind Nr. 1 auf, Breaking Bad zu schauen, da der Plot wirklich nicht entspannend ist und ich mir ab einem gewissen Entwicklungsstand meines Babies im Bauch Sorgen machte, meine Anspannung und das häufige „Yo, bitch!“ könnte womöglich einen schlechten Einfluß haben. Ich habe die Serie erst später fertiggeschaut, wenn kein Kind im Raum oder meinem Bauch war. Damals machte ich mir sogar noch Gedanken darüber, ob die Handlungen bei „Nils Holgerson“ oder „Heidi“ nicht zu brutal wären!

Fowllanguage trifft es wieder einmal ganz genau:

fowllanguage kids&tv

Veep habe ich in Anwesenheit meiner Tochter Nr. 2 gesehen, als sie noch ganz klein war. Ich muss gestehen, ich bin ein ganz kleines bißchen nervös, ob irgendwelche Auswirkungen zu erkennen sein werden, wenn sie dann in ein paar Monaten zu reden beginnt. Die Untertitel brauchte man ja meist gar nicht mitzulesen, denn die dichte Abfolge von „What the f*ck!!!“, „f*ck you!!!“, „f*ckety f*ck!“ war einwandfrei zu verstehen. Es gab sogar die Einbindung des Wortes in die Geographie aus Sicht mancher Amerikaner: „Uzbekistan is between Turkmenistan and I-could-give-a-f*ck-istan“ (Folge „Midterms“). Momentan scheint noch alles im Lot in der Sprachentwicklung von Z. Die Zweisprachigkeit mittels TV hat – zum Glück – noch nicht gegriffen. Sie hat gerade mit den Silben „wawawa“ und „bababa“ begonnen – Mein Mann hört da natürlich sofort „Papa“ heraus, aber ich bin mir sicher, es ist B, nicht P. Und Gott sei Dank noch kein F-Wort weit und breit. Nur sabbernd, spuckende „bphhhhh…“, nix „f*ckf*ck*f*ck“, noch nicht zumindest.


Jetzt zu den Serien:

  1. Seinfeld Kramer ist zeitweise zu verrückt für meinen Geschmack, aber Elaine und George sind genial
  2. Friends (nur OV; deutsche, spanische und französische Synchronisationsstimmen sind soweit weg von den Stimmen der Schauspieler)
  3. Scrubs ich fand die Charaktere nett, die Musik meistens sehr gut: besonders schön z.B. das Finale der 8. Staffel („Book of Love“, Peter Gabriel) oder „Dreaming of You“ (S02E10; The Coral) und „American Girl“ (S03e01; Tom Petty) und und und …

    • Highlights:
      • My Screw Up
      • My Way Home
      • My Musical
      • Finale der 8. Staffel!
    • Meine Lieblings-Charaktere
      • Dr. Cox & seine Frau
      • Elliot
      • Die Konstellation Cox vs. Kelso
      • Carla
  4. Grey’s Anatomy
    gefällt mir wegen der oft sehr guten Musik („Chasing Cars“, „How to save a life“); meine Lieblingscharaktere sind/waren Christina Yang, Alex Karev, Callie Torres (gewöhnungsbedürftig, aber auch cool) und Miranda Bailey (gennant „The Nazi“). Schön anzuschauen ist natürlich Dr. Dreamy
  5. Desperate Housewives unterhaltsam; plot zeitweise spannend; würde ich aber nicht wieder komplett von Anfang bis Ende schauen
  6. Breaking Bad Unheimlich gute cliff hanger, sehr grausame Szenen, aber spannend von Anfang bis Ende; das Finale hatte für mich ein bißchen etwas von der traurigen Befreiung á la „Thelma und Louise“
  7. House of Cards
  8. Veep Ich finde Julia Louis-Dreyfus erfrischend komisch und die Rivalität zwischen Amy und Dan – fast wie im Büro bei uns, nur dass in der Realität oder meiner Branche (?) viele Dinge nicht so direkt ausgesprochen werden (dürfen); Mike McLintock ist mir als „Normalmensch“ mit dem „von gestern“ Beigeschmack, unverstanden in seinen Zitaten und Referenzen, auch sehr sympathisch
  9. Community kurze, lustige Episoden rund um eine Studygroup eines Community Colleges; die Charaktere sind
    1. ein cooler Ex-Anwalt, dem die Lizenz entzogen wurde und der nicht viel von Lernen hält, aber überzeugende Reden halten kann
    2. eine ernsthafte, idealistische Blondine, deren Humor nicht mainstream ist
    3. ein pakistanischer TV nerd, der super schnell spricht und in dem Geschehen rund um sich ständig an Szenen oder Konstellationen aus Filmen und Serien erinnert wird
    4. eine afroamerikanische Mutter und Hausfrau, die ihre christlichen Pflichten sehr ernst nimmt
    5. to be continued … (gerade „out of time“)
  10. Web Therapy Ich kenne nur ein paar Folgen, die fand ich aber ganz nett. Wenn man den Charakter von Phoebe aus Friends kennt, versteht man vermutlich die Verrücktheit der Therapeutin besser – oder es liegt an mir.
  11. Life in Pieces Erfrischend, unterhaltsam. Eine Familie – immer 4 Szenen. Lustig bis hin zu rührend.

11 Kommentare zu „Serien, die ich schaue

  1. Hallo. Leider gab es keine Kommentarfuinktion zu der Seite, die ich kommentieren wollte. Ich wollte dir einfach nur schreiben, das dein Blog mir gefällt, mir aber Bilder fehlen.

    Das Fehlen der Bilder hast du ja bereits erklärt, aber könntest du nicht einfach ein paar schöne, passende Bilder einfügen? Ich finde es schwer, Blogs zu lesen, die fast nurf aus Schwarz-Weiß bestehen.

    Liebe Grüße, mylettertomydaughter

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Mein-Name-sei-Mama (verrätst du nicht deinen richtigen Namen? 😉
    Du schreibst wirklich gut, und sehr angenehm verschachtelt, weil man findet ja immer wieder aus deinen Satzkonstruktionen hinaus. 😉
    Ich bin auch so ein Satzbauer à la Thomas Bernhard gewesen – herrlich, wenn man einfach immer weiterschreiben kann!
    Viel Spass weiterhin und Hut ab vor deinem Multi-Tasking! (ich weiss, was es heisst, kreativ mit Kindern zu sein – habe deren vier). Der Alltag ist ja wirklich leichter zu derpacken, wenn man sozusagen eine Ebene drüber geht und das Ganze poetisch/kreativ/zeichnerisch betrachtet…

    Liebe Grüsse von einer Österreicherin in Luxemburg!

    PS: Das „passt schon“ lässt sich ja übrigens wunderbar ergänzen mit „das geht schon“ – noch so ein wunderbarer Ausdruck, den ich gerne benutze!

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo!
      4!!! Uff, ich bin schon mit 2 Kindern voll ausgelastet. Da ziehe ich meinen Hut vor Dir! Übrigens auch wegen der wunderschönen Bilder, die du malst. Ich wünschte, ich könnte das auch. Erst kürzlich hatte ich eine Idee und wollte sie mittels Bild darstellen, aber das, was ich vor meinem inneren Auge sehe und das, was dann auf dem Papier entsteht hat so gar keine Ähnlichkeit miteinander.
      „Geht schon“ benütze ich auch gerne. Meine Tochter wunderte sich erst neulich darüber, weil (ich weiß nicht mehr was es war) gar nicht gehen kann …
      Liebe Grüße nach Luxemburg,
      M.Mama 🙂

      Gefällt 1 Person

      1. Danke sehr! Das mit dem inneren Auge und dem, was dann entsteht, kenne ich.. Aber man kann es auch so probieren: einfach mal machen (lassen) und schauen, was dabei rauskommt… Da hat das Unbewusste seinen Spass dabei! Das geht allerdings mit Zeichnen eher als mit Schreiben 😉 LG

        Gefällt 1 Person

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