Monat: Februar 2016

Mein Blog: Eine Spontangeburt

Ein Einakter

Irgendwo in Österreich.

Kleine Ortschaften mit Bauernhöfen. Sanfte Berge mit Mischwäldern, Felder, auffällig viele Pferdekoppeln [aus steuerlichen Gründen], dazwischen Steinbrüche, Forstautobahnen und enge kurvige Straßen für die weniger Privilegierten [also die Nicht-Bauern].

Die Ruhe wird nur vom Höllenlärm der Ausflügler-Motorräder unterbrochen. Durch das enge Tal winden sich Autokolonnen. Vorne weg, dahin zuckelnde Traktoren und die Aussicht genießende Rentnerehepaare in Mopedautos. (mehr …)

Das Monster in ihr

Erst durch ihr lautes Schreien und Toben

wird die Welt plötzlich ganz still.

Warum kann sie die Kinder nicht auch mal loben?

Alles ist so anders, als sie es will.

 

Mit bösen Worten und Taten zu strafen

war sicher niemals ihr Plan.

Könnte sie doch endlich einmal ruhig schlafen!

Alles läuft aus der Bahn. (mehr …)

Neulich beim Einkaufen (1)

Neulich in der Drogerie meines Vertrauens traf ich auf einen neuen Angestellten. Hinter der Kassa stand ein sehr junger Mann, der besonders bemüht war, seinen Job gut zu machen. Während ich bezahlte, fragte er mich diensteifrig, ob er mir gratis Probepackungen einer Naturkosmetik mitgeben durfte. Ich bejahte (natürlich, denn heutzutage bekommt man ja selten genug etwas Sinnvolles geschenkt) und achtete nicht weiter darauf, was er mir in die Einkaufstasche legte, da ich damit beschäftigt war, meine kleine Tochter im Buggy zu trösten. Stopps mag sie gar nicht. Die Mama soll nur immer schön den Kinderwagen durch die Gegend schieben und sich ein bißchen abhetzen, dann ist es lustig.

Zu Hause angekommen packte ich den Einkauf in den Badezimmerschrank. Ich hatte gleich drei Packungen mitbekommen. „Wie nett!“ dachte ich und ging eine Spur fröhlicher ans Tagwerk. (mehr …)

Buchvorstellung: We Are All Completely Beside Ourselves (Karen Joy Fowler)

Bücher, die bewegen

Blog-Event von „Mehr als Grünzeug“

&

Jenni von „Mehr als Grünzeug“ hatte die wunderbare Idee, den Blog-Event „Bücher, die bewegen“ zu Lieblingsbüchern aus dem Themenkreis vegan/Tierethik zu starten.

Ich habe zwar einige vegane Kochbücher, aber ich halte mich meist nicht genau an Rezepte, weil fast immer mindestens eine Zutat in meinem Haushalt fehlt. Ich hole mir aus den Büchern also nur Inspirationen und mantsche dann fröhlich zusammen, was ich in der Küche vorfinde 😉 Auch die schwere Kost der Sachbücher zum Thema Tierethik findet sich in meinem Bücherschrank. Doch die Beschreibungen von  Schlachthofszenen, Jagden, grausamsten Experimenten an Tieren sind schwer zu ertragen.

Da bleibt „nur“ noch die Kategorie des tierethischen Romans.

Mit diesem Beitrag folge ich gerne dem Aufruf zum Blog-Event und möchte ein Buch vorstellen, das ich erst vor kurzem gelesen habe und welches mich sehr beeindruckt hat:

„We Are All Completely Beside Ourselves“ von Karen Joy Fowler. (mehr …)

Fremdbestimmt (oder Nur 60 Sekunden)

Wir sind so viele und doch jeder für sich.

Was geschieht mit uns? Ich fürchte mich.

In jedem einzelnen Moment geht es mir schlecht.

Warum tun sie uns das an? Wer gibt ihnen das Recht?

 

Mutter, ach Mutter, wäre ich doch jetzt bei dir!

Ein Leben ohne Liebe, nur Schmerz gibt es hier.

Mein Leib, mein Leben gehören nicht mehr mir.

Für sie bin ich nur ein Ding, kein fühlendes Tier. (mehr …)

26 Dinge aus 2¾-jährigem Kindermund

A wie aber

Aber, aber, aber…!

Das Aber ist das neue Nein.

An dieses kleine Wörtchen muss mindestens noch ein Satz oder gar eine ganze (manchmal etwas wirre) Erzählung angeschlossen werden, bevor der Gesprächspartner antworten kann.

Ein wunderbares Einleitungswort bei großem Redebedürfnis.

B wie Bauch

Für E gibt es in ihrer Zeitrechnung bereits zwei Zäsuren:

E in Mamas Bauch → E als Baby → E als „großes“ Kindergartenkind

Vor einigen Wochen erzählte ich ihr etwas aus meiner Kindheit. Da fragte sie: „Und wo war ich da?“ Mit der Antwort, dass es sie damals noch nicht gegeben hatte, konnte sie offenbar nichts anfangen, denn sie fragte erneut: „Aber, wo war ich da?“ Also stotterte ich etwas ratlos herum, und meinte letztendlich, dass sie damals sozusagen schon in meinem Bauch war. Das genügte ihr. Vorläufig.

Einige Tage später, wir sprachen wieder über mich als Kind, also eine längst vergangene Zeit, da hakte E plötzlich nach: „Ich war da in deinem Bauch. Aber in welchem Bauch war dann Z? [Z ist ihre kleine Schwester – für jene, die das noch nicht wissen sollten] (mehr …)