Monat: Mai 2017

Ehe ist …

Kennt noch jemand diese „Liebe ist …“ Bilderserie (die Bezeichnung Comic finde ich nicht richtig passend in diesem Fall) mit dem Buben und dem Mädchen, die offenbar trotz ihres irgendwie kindlichen Aussehens ziemlich viel Ahnung von Liebe und allem Drumherum haben? Da ich mich ja … Ehe ist … weiterlesen

Wir sind nicht alleine

Der Ort, in dem wir wohnen, mag noch so ruhig sein, im Garten ist man doch nie alleine, selbst wenn die Nachbarn ausgeflogen sind. Dann fliegen nämlich die fürsorglichen Eltern ein – und da rede ich jetzt (ausnahmsweise) nicht von mir und meinem Mann. Nein, wir Eltern haben Konkurrenz bekommen, sozusagen:

Vorne unterm Dach nisten die Amseln, hinten die Hausrotschwänzchen. Und letzteren habe ich neulich aufgelauert. Man will ja wissen, wie es in anderen Kinderstuben so zugeht.

Während ich mit der Kamera vorm Auge im Gras sitze und warte (und noch länger warte und mich schon anfange zu fragen, wie lange ich denn noch warten werde müssen und ob ich tatsächlich das Gras wachsen sehen kann), geht plötzlich ein Piepen und Klackern los. Hoch oben unterm Dach recken sich ein paar hungrige Mäuler in die Höhe.

Mama (?) Hausrotschwänzchen kommt auch schon durch den Garten gesaust, bleibt aber vor Schreck, als sie mich entdeckt, in Kolibri-Manier erst einmal im Flug stehen. Daraufhin werde auch ich panisch, weil ich viel zu langsam bin, um diesen Moment mit der Kamera einzufangen. Ich kann den Vogel im Teleobjektiv vor dem Baum einfach nicht so schnell finden.

In sicherer Entfernung werde ich dann noch mehrfach umkreist, mal setzt sich der kleine Vogel auf diesen Baum, mal auf jenen, mal auf die Hecke, mal auf den Zaun, aber immer so, dass er mich im Auge behalten kann. Skeptisch werde ich beäugt und letztendlich – zum Glück – als lästig, aber harmlos eingestuft. Das Gequietsche unterm Dach ist inzwischen wirklich heftig geworden. Mama Hausrotschwanz hat Besseres zu tun als die Gattung Mensch zu beobachten. Endlich gibt es Futter und für mich ein paar nette Fotos:

fuettern-entdeckt
Die fast perfekte Tarnung und die große Frage: Freund oder Feind oder einfach zu ignorieren? Menschen sind aber auch seltsame Mitbewohner

„Mama, Jause!“ Den Ruf kenne ich auch:

fuettern-einsruft
Erst eins …
fuettern-zweirufen
… dann zwei …
fuettern-dreifuettern
…dann drei. Dann eilt die Mama rasch herbei.

„Lecker-schmecker“ heißt es im Kindergarten, wenn es mundet

fuettern-einfuettern

aber die Mama hat zu wenig gekocht, äh, gebracht. Also nochmals los – Abflug!

fuettern-abflug

fuettern-abflug2

 

 

 

12 Monate (4) – Drumherum

Ende Mai und demnächst werde ich wohl schon von Laternenumzügen und Adventfeiern berichten können. Die Zeit verfliegt. So wie manch lieber Mensch meiner Familie. Und kommt er dann endlich wieder nach Hause zurück, dann rufen die Kinder begeistert „Winnie Pooh! Winnie Pooh!“ statt „Papa!“ bei der Begrüßung. Wobei der ganze Satz wohl gelautet hätte: „Schau mal Papa, ich habe einen Winnie Pooh Luftballon und ich freue mich so, dich wiederzusehen!„, aber das bekamen sie in der Aufregung verständlicherweise nicht heraus. Na ja, wir haben herzlich gelacht und mein Mann den Winnie Pooh Luftballon gleich mit in die Arme geschlossen. Das Drumherum ist doch auch schön.

Und davon will ich euch heute auch etwas zeigen – vom Drumherum um den Kirschbaum:

kirschbaum_gras

„Natur im Garten“ wird das gerne genannt. Ich mag Wiesen noch lieber als Rasen, und außerdem spart es Zeit, wenn man ein paar Flecken unberührt lässt im Garten, damit sich Bienen, Hummeln und Käfer tummeln können. Lassen wir also Gras drüber wachsen über Mamas Rasenmäheraversion. Hinter dem Gras übrigens: Der Kirschbaum.

kirschbaum_rose

Vor dem Gras – jetzt wo Pfingsten vor der Tür steht – auch ein paar Pfingstrosen. Sehr sympathische Pflanzen: Sie brauchen keine große Pflege und blühen trotzdem groß und schön und farbenprächtig. Die sind mit meinem Händchen für Grünzeug kompatibel.

Und wenn man morgens früh genug hinaus geht, findet sich sogar manchmal ein Stern am Himmel, wo man ihn gar nicht vermuten würde:

kirschbaum_morgenstern

Die Sonne zeigt sich von ihrer strahlendsten Seite und ein paar nette Lichteffekte gibt es gleich noch dazu.

Ich wünsche allen einen wunderschönen Sonntagmorgen!


Ein Jahr lang jedes Monat ein Objekt mit Bildern begleiten, das Projekt 12 Monate von Zeilende. Ich „begleite“ unseren Kirschbaum durch das Jahr und ab und zu auch ein bisschen etwas vom Drumherum im Garten.

Meine bisherigen Fotos zu diesem Projekt findet ihr hier:

Zwölf Monate – Langsamkeit (1)

12 Monate – (2) Verhext

12 Monate (3) – Where have all the flowers gone?

Am Ende des Sommers

Ursprünglich veröffentlicht auf MitmachBlog:
Sie scrollte durch die vielen Bilder hübscher junger Mädchen. Natürliche wusste sie, dass die Kataloge nur eine Scheinwelt, eine ideale Welt darstellten. Da wird vorselektiert, geschummelt, ge- und verblendet. Eigentlich ein großer Selbstbetrug, so etwas überhaupt anzuschauen. Alle sind…