Schlagwort: Humor

abc-Etüden: Von dieser Welt

Alle guten Dinge sind 3. Daher gibt es auch immer 3 Worte für die maximal 10 Sätze der abc-Etüden von Christiane. Die Wortspende kommt von Herbert, die Illustrationen von lz und – wer weiß – vielleicht fällt mir ja auch noch eine dritte Geschichte ein zu rosa-grün, verwurschteln und Achtsamkeit. Hier ist erst einmal meine zweite Idee, was die drei Worte miteinander verbinden könnte:

2017_38.17_3_drei_lz | 365tageasatzaday

 

„Hat Achtsamkeit eigentlich etwas mit der 8 zu tun, der chinesischen Glückszahl? Und wie wird eine Zahl überhaupt zu einer Glückszahl?“

Ihre Gedanken wanderten auf dem Heimweg von dem AA-Treffen fröhlich durch unterschiedliches Terrain.

„Nein, das deutsche Acht geben und die Ziffer 8 sind sprachlich nicht miteinander verwandt, auch wenn es so klingt, als könnte man es miteinander verwurschteln“ erklang eine blecherne Stimme hinter ihr.

Erschrocken drehte sie sich um und machte sogleich einen kleinen Satz rückwärts, als sie in ein grell rosa-grün leuchtendes Gesicht eines … eines … ja, wovon eigentlich? starrte.

„Aaaaahh, ein Alien!“ kreischte sie noch bevor sie sich bewusst wurde, was sie da rief und das unheimliche Verlangen nach einem starken Drink, das sie schon so lange nicht mehr verspürt hatte, erfasste sie ganz unmittelbar und heftig.

„Aaaaaah, ein Alien“ äffte sie ihr Gegenüber nach, ohne den Mund zu öffnen, der im übrigen ohnedies nur aufgemalt aussah.

„Gedankenlesen kann er und reden ohne den Mund aufzumachen auch, was für ein Typ!“ dachte sie völlig perplex, wobei sie sich gar nicht sicher war, ob sie eigentlich diese absurde Begegnung verrückter fand als die Erkenntnis, dass sie sich unheimlich angezogen fühlte von dem seltsamen Wesen mit den schräg stehenden Augen und dem auffälligen Teint.

„Ich muss dich enttäuschen, ich kann mir dir weder etwas trinken gehen, noch können wir danach andere Dinge bei dir oder bei mir tun, denn mein Körper ist nur eine äußerliche nicht funktionale Hülle“

„Oh!“ sagte sie und klang sichtlich enttäuscht, aber ein Mann, der Frauen auf Anhieb versteht und rundum perfekt ist, der konnte ja nicht von dieser Welt sein – oder irgendeiner anderen existierenden.

 

Heute schon einen Mann vernascht?

Im Garten hatten wir Anfang September Besuch: Ein frommes Ding angeblich,

 

das aber auch für seinen besonderen Männergeschmack bekannt ist.

Ein bisschen erinnert mich diese Gottesanbeterin aber schon ein „unheimliches Wesen aus einer anderen Welt“, oder?

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Nicht aus einem Horrorfilm der 80er Jahre und auch keine Kontrahentin von Sigourney Weaver, aber trotzdem eine ziemliche Schrecke 🙂

Ich habe dann noch ein paar Mal im Garten eine Gottesanbeterin gesehen, die war allerdings grün. Das ist mir erst jetzt beim Betrachten der Bilder bewusst geworden. Ob sich die beiden kannten, oder sogar miteinander essen waren *hust* – ich will es eigentlich gar nicht so genau wissen.

abc-Etüden: Brrrmmmm….

Seit einer gefühlten Ewigkeit zuckelte sie nun schon hinter dieser PS-lahmen Knutschkugel her.

Auf der kurvigen Strecke gab es keine vernünftige Möglichkeit zu überholen und auf halsbrecherische Manöver ohne jede Weitsicht konnte sie liebend gerne verzichten.

Ihre Gedanken verloren sich irgendwo in den Untiefen ihres Verstandes.

Noch nie hatte sie verstanden, was Buben (und Männer) Spielzeug wie den Transformers abgewinnen konnten, aber nun lächelte sie bei der Vorstellung, wie bei der Verwandlung ihres eigenen Autos in einen übermächtigen Roboter allen anderen Verkehrsteilnehmern der Atem stocken würde.

Als Actionfigur könnte sie dann den nervtötenden Schleicher vor ihr genauso zur Seite räumen wie den lästigen Drängler hinter ihr.

Selbst den lebensmüden Halbstarken, der sie und das Töfftöff eben mit aufheulendem Motor direkt vor der Kehre überholt hatte, würde sie mit ein paar metallisch hallenden Schritten einholen und in der Hand einfach zerquetschen.

Und danach führte sie ihr Weg noch nicht einmal in den Beichtstuhl, um für diese Tat um Vergebung zu bitten, sondern einfach immer weiter auf den Straßen, hinaus in die große Welt voller Autobots – zu weiteren spannenden Actionabenteuern.

Grinsend stieg „MAMA-die Aufräumerin“ ein bisschen aufs Gas, nur um gleich darauf mit rasendem Herzen auf die Bremse zu springen, weil die Knutschkugel vor ihr die nächste Kurve tatsächlich im Schneckentempo zu nehmen gedachte.

Im Film sind Blechsalate cool, in Wirklichkeit aber einfach nur gefährlich.

2017_37.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

Noch ein Beitrag zu den dieswöchigen abc-Etüden von Christiane (aus 3 Worten werden maximal 10 Sätze), diesmal mit Bild und Wortvorgabe von lz, und mein „wörtlicher“ Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen  😉

Süße Hörnchen

Gibt es jemanden, der sie nicht liebt? Die Eichhörnchen? Na ja, vielleicht der Hausmeister von Scrubs, seine Liebe zu diesen Tieren ist – äh- erschreckend. Aber sonst? Hörnchen – süß, oder?

Wir lesen derzeit zum Einschlafen gelegentlich ein Buch namens „So leben die kleinen Eichhörnchen„. Das Buch ist sehr nett gemacht und schon für ganz junge Kinder geeignet. Sowohl E als auch die 2-jährige Z hören gespannt zu und freuen sich über ihr bereits angeeignetes Wissen über die possierlichen Tierchen:

Z über die Eichhörnchen-Babies: „Die kleinen können nicht sehen!

E beantwortet schon stolz die Fragen, welche in dem Buch gestellt werden: „Den Schwanz brauchen sie zum Steuern!

Eine Eichhörnchen-Mama (und ihre Kinder) werden durch ein Jahr begleitet. In kurzen Sätzen wird beschrieben was die Tiere machen, was sie fressen, wie sie leben, wer ihre Feinde sind. Man kann das Buch vorlesen wie eine kurze Geschichte und dabei immer wieder Zusatzinfos einbauen, die an den Seitenrändern extra angeführt sind (Wer lebt noch auf dem Baum, was steht alles auf dem Speiseplan der Eichhörnchen …).

Offenbar gibt es eine ganze Reihe Tierbücher von Friederun Reichenstetter und wir werden sicherlich noch mehr davon lesen.


Auf dem Bild hat sich übrigens auch ein Vertreter der Familie Hörnchen versteckt. Findet ihr ihn (oder sie)?

murmeltier

 

 

abc-Etüden | ahnungslos voller Vorahnungen

„Mama, was ist eigentlich eine Knutschkugel?“

Mir stockt der Atem und ich muss aufpassen, dass mir das Buttermesser nicht aus der Hand fällt.

Der Schrecken, der mir in alle Glieder gefahren ist, kommt nicht so sehr daher, dass ich keine Ahnung habe, was eine Knutschkugel ist, da ich offen gesagt nur Begriffe wie Christbaumkugel und eventuell noch Rumkugel zuordnen kann. Nein, es ist dieses Bild, das ich vor meinem inneren Auge habe:

Die Verwandlung meiner kleinen, unschuldigen Tochter in eines von jenen, gegen die Welt und vor allem die Eltern rebellierende Individuen, die ihre tiefsten Geheimnisse nicht mehr im Beichtstuhl reumütig bekennen, sondern unter prepubertärem Gekichere nur noch mit ihren engsten Freundinnen teilen.

„Ich glaub mich knutscht ein Elch“ schießt es mir durch den Kopf, denn Antwort habe ich noch immer keine, aber den Boden der Vorstellung, die eigenen Kinder würden noch ein bisschen länger einfach nur Kinder bleiben, soeben unter den Füßen verloren.

Da ertönt plötzlich ein ohrenbetäubendes Gequietsche, das lauter und lauter wird, und die Stimme meiner kleinen Tochter völlig ausblendet.

Mit einem Ruck sitze ich aufrecht im Bett und taste verzweifelt und noch reichlich verwirrt nach dem Snooze-Button meines Weckers. Zum Glück alles nur geträumt, die Kinder stecken noch in der Trotzphase, nicht in der Pubertät! Die abc-Etüden-Wortspenden (und vor allem die Unbekannten darin) verfolgen mich also schon bis in meine Träume, aber Geschichte dazu habe ich noch immer keine!

2017_37.17_eins_lz | 365tageasatzaday


Oder doch?

Ein Beitrag zu Christianes abc-Etüden und der Wortspende von lz, dem Etüdenerfinder himself.