Monat: März 2016

Mamas Abnehm-Tipp: Die L/R Diät

Wem es nach der Geburt schwer fällt, wieder zum ursprünglichen (Ideal)Gewicht zurück zu finden, dem kann vielleicht in¹ nur 3 Schritten geholfen werden:

Die Links-Rechts-Diät

ist die heimliche Radikalkur, die von Müttern mit mindestens zwei Kleinkindern angewendet werden kann:

Schritt 1: Bei jedem Essen wird links und rechts neben der (hungrigen) Mutter jeweils ein Kleinkind positioniert.

Schritt 2: Kleine, zunehmend schmutziger werdende Kinderhände greifen von rechts und links abwechselnd oder auch gleichzeitig in den Teller der Mutter und zermantschen alles, was ihnen zwischen die Finger kommt; auch erlaubt ist das Herumwerfen der Dinge, die man erwischen konnte, ebenso wie das Malen am Tisch, wobei sich hier z.B. bunter Humus ganz besonders für farbenfrohe Bilder eignet: weiß (Humus natur), gelb (Curry), rot (rote Rüben), grün (Avocado) …

Schritt 3: Teller abspülen, Kinder, Möbel, Boden und alles Übrige in der Küche, das nicht vorsorglich in Schubladen oder Kästen verstaut war, putzen

Fertig: die Mutter ist zwar eventuell noch immer hungrig, aber der Appetit ist ihr vergangen


Bei mir wirkt es jedenfalls schon ein bisschen und die Küche glänzt nach jeder Mahlzeit!


¹“in 3 Schritten“, nicht mit 3 Schritten“ – sportliche Leistungen werden hier nur von den Reflexen der Mutter bei den Versuchen, ihren Teller und vor allem das darauf befindliche Essen zu verteidigen, sowie von ihren Oberarmmuskeln beim Boden- und Tischwischen verlangt

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P.S.: Falls sich ausreichend viele Probanden finden, würde sich mein Ghostwriter (aka Alter!Ego) bereit erklären, eine fast unabhängige und nahezu wissenschaftliche (Vorhabens-)Studie unter dem Titel

Die erfolgreiche L/R-Diät – bald sind Sie so dünn wie ihr Nervenkostüm

für eine noch zu nominierende Mütterzeitschrift zu verfassen.

 

Kinder: Verkehrte Welt, verbogene Sprache

Meine knapp 3-jährige Tochter E meinte vor einiger Zeit, nachdem wir beiden Töchter abends die Pyjamas angezogen hatten:

„Ich habe eine blauen Pyjama und Z einen rosa Pyjama.

Wir haben beide dieselbe Farbe!“

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Neulich als ich morgens Kleidung für E aus dem Kleiderschrank nahm, erzählte mir mein kleiner Naseweis: „Wenn ich groß bin, trage ich auch solche Hemden wie der Papa“. Ich entgegnete, dass Frauen eher Blusen tragen würden und nur die Männer Hemden. E rief empört:

„Ich will aber ein Mann werden!“

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Obigen Beschluß hat sie mittlerweile auch schon ihrer Oma mitgeteilt. Ich fühlte mich bemüßigt, E zu erklären, dass man sich zwar z.B. den Beruf, nicht aber ohne weiteres das Geschlecht aussuchen kann (natürlich mit Ausnahmen, aber mit einem Kindergartenkind muss ich diesen Themenkomplex noch nicht diskutieren). Ergänzend zählte ich Berufe wie Ärztin und Lehrerin auf. E überlegte kurz und meinte:

„Dann will ich Doktorfrau werden“

Gut, vom Heiraten hatte ich noch gar nicht gesprochen, aber es ist auch eine Option …

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E liebt es, Fotos anzuschauen, ganz besonders, wenn sie darauf abgebildet ist. Wir blätterten ein Album durch. E sagte bei jedem Bild was bzw. wer darauf zu sehen war.

Auf einem Foto von ihrer letzten Geburtstagsfeier sind die eingeladenen Kinder, E selbst und ein paar Väter bei einem Luftballonspiel verewigt. Die Erwachsenen sind alle ungefähr in unserem – also dem „besten“ 😉 – Alter.

E kommentierte:

„Das war mein 2. Geburtstag. Da sind die Kinder und alte Männer.“

Unnötig zu sagen, dass mein Mann nach Luft schnappte und sich sein schütteres Haar raufte ..

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Neulich auf der Toilette eines Restaurants (zugegebenermaßen ist das kein besonders rühmlicher Anfang für eine Erzählung, aber doch recht typisch für eine Erlebnis mit einem windelfreien Kleinkind) erklärte ich meiner Tochter, dass das blinkende Ding über der Türe ein Bewegungssensor war, der das Licht für uns steuerte.

Wie es sich für einen richtigen Restaurantbesuch mit kürzlich sauber gewordenem Kind gehört, blieb es nicht beim einmaligen Besuch der Toilette. Für E ist die Tatsache, dass sie nun auch schon auf Erwachsenen-Klos gehen kann ein zu zelebrierendes Ereignis. Für mich jede Andeutung, dass sie dorthin muss, ein Alarmsignal, dem unverzüglich Folge zu leisten ist.

Wir unterhielten uns über alles mögliche, während wir darauf warteten, dass sie ihr Geschäft machte. Da meinte E:

„Es hat geblunkt.“

Nach kurzem Überlegen verbesserte ich sie und sagte in die Kloschüssel spähend: „Du meinst, es hat geplumpst?“ E schüttelte den Kopf, „Nein, es hat geblunkt!“ Aus dem Gästeraum hörte man Livemusik mit Trommeln. Also versuchte ich es wieder: „Ah! Es hat gepumpert. Du hörst die Trommeln?“ Aber E wiederholte wieder: „Nein, es hat GEBLUNKT!“ und schaute auffällig und fast ängstlich an die Decke. Erst da begriff ich, worum es ging: „Es hat GEBLINKT!“

Die (Ver)biegungen der deutschen Sprache sind von überraschend regelmäßiger Unregelmäßigkeit.

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„Maroni, Maroni, Maroni….“

E sang fröhlich vor sich hin. Als ich nachfragte woher sie das Maroni-Lied kannte (die Maroni-Zeit war eigentlich schon wieder vorbei), erklärte sie mir, dass es der Papa im Auto gespielt hätte. Mein Verwunderung wurde noch größer, weil ich den Musikgeschmack meines Mannes mittlerweile doch recht gut kenne.

Es dauerte einige Zeit bis ich die mir bekannte Melodie zuordnen konnte. Es handelte sich um „My Bony Is Over The Ocean“, das sie auf der Kinderlieder-CD gehört hatte, die ich meinem Mann neulich mit auf den Weg gab.

Naja, ich hatte als Kind immer gedacht, das Lied würde von einem Pony handeln. So hat jeder seine eigene Version davon …

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E ließ sich von mir eine Frisur mit 3 kleinen Rossschwänzchen mit roten Haarbändern machen. Als ich fertig war, lief sie sofort zum Spiegel und rief begeistert:

„Ich schaue aus wie eine Geburtstagsparty“

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Nachdem unsere Tochter erfahren hatte, dass die meisten Autos zumindest einen Auspuff haben, wollte sie ihr neu erworbenes Wissen auch aktiv anwenden. Aus Holzbausteinen errichtete sie eine Stadt und erklärte mir dann, wo die Straßen wären:

„Da drüben puffen die Autos raus“

Ich wünschte …

Ich wünschte, ich würde vieles nicht wissen,

ich wünschte, manches hätt‘ ich nicht gesehen.

Ich wünschte, ich fühlte mich nicht so zerrissen,

wenn ich könnte, machte ich vieles ungeschehen.

 

Wäre das Leiden zu Ende, wenn ich meine Augen schließe,

könnt‘ ich doch nicht so lange schlafen, bis alles geheilt.

Wäre das Leiden zu löschen, wenn ich eine Träne vergieße,

könnt‘ ich doch nicht nur weinen, wär‘ längst davon geeilt.

 

Ich wünschte, ich würde noch viel mehr verstehen,

ich wünschte, nur Gutes würde geschehen.

Ich wünschte, ich erwachte in einer besseren Welt,

in der mich mehr als nur die Hoffnung noch hält.

Liebster Award (!V) & meine Zahlen-Challenge

Steffi von „Mami und ich“ hat mich für den Liebster Award nominiert und ich danke ihr ganz herzlich dafür!

Auf ihrem Baby-Blog schreibt sie über ihr Leben als Mama der kleinen, entzückenden Zoe. Ein lieber Gruß nach Salzburg in eines der 9 schönsten Bundesländer Österreichs!

(Unter uns gesagt: Salzburg ist landschaftlich schon besonders reizvoll, aber ich möchte natürlich keine potentiellen Leser aus anderen, flacheren Teilen Österreichs vergrämen – auch wenn ich manchmal besonders langsam tippe, damit es die lieben Burgenländer auch verstehen.)


Wer möchte, kann hier auch noch einen kurzen Blick hinter die Kulissen meiner Mama-Bloggerei werfen und dabei auch gleich das „Rätsel“ der Zahlen (mehr …)

Elf und die Primzahlen (VOR den Fragen, HINTER den Kulissen)

Die Nachricht über die (neuerliche) Nominierung zum ‚Liebster Award‘ durch Steffi vom Mami und ich-Blog erreichte mich in der Nacht. Am nächsten Morgen saß ich in aller Herrgottsfrühe, noch bevor meine liebe Familie erwacht, in Kontemplationen vertieft vor dem PC.

Meine kleine private 50er Feier (mehr als 50 veröffentlichte Beiträge und mehr als 50 Follower – ein lieber Gruß an jeden einzelnen von ihnen!) war gerade erst verklungen, und nun das: Zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit war mir die Ehre zuteil geworden, 11 Fragen im Rahmen des „Liebster Awards“ zu beantworten.

Eine schüchterne Träne der Rührung lief mir über die Wange als des Größenwahns kleine Schwester, aka mein Alter!Ego plötzlich auftauchte: (mehr …)

Mamas Marketing Trick (oder: Ein Zwilling kommt selten allein)

Neulich abends zu Hause: Ein schon sehr müdes Kindergartenkind namens E – weinend und tobend, zwei verzweifelte Eltern, ein blauer Pyjama (Motiv: Teddybär mit Cowboyhut; obwohl wir zwei Töchter haben, sind wir auch anderen Motiven und Farben als Hello-Kitty-Pink, Lillifee-Rosa und Glitzer gegenüber aufgeschlossen).

Die Problemstellung: Das Kind will den Pyjama nicht anziehen, weil es eigentlich gar nichts mehr will außer schlafen, sich dagegen jedoch standhaft wehrt.

E brüllt: „Nein, nicht den blauen Pyjama!

Mama versucht zu motivieren: „Aber da ist doch so ein lieber Bär drauf.

E brüllt: „Nein, nicht den Bärenpyjama!“ und windet sich aus der eben mühsam übergezogenen Hose wieder heraus.

Mama denkt: „Na, das habe ich ja wieder gut hingekriegt.

Sie schaut kurz in den Kleiderschrank, denn ab einem bestimmten Level des kindlichen Übermüdungstrotzanfalles ist jeglicher elterlicher Widerstand zwecklos. Alle anderen  Pyjamas sind in der Wäsche, die einzige Alternative ist genau derselbe Typ Pyjama (dem Doppelpack-Prinzip des Warenhandels sei Dank).

Mama nimmt den identisch aussehenden blauen Pyjama aus dem Regal und meint versöhnlich: „Willst du lieber den Cowboy-Pyjama anziehen?

E wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und schluchzt: „Ja, den Cowboy-Pyjama!

Abend gerettet!


Ein paar Tage später stellte mein Mann, nachdem er E ins Bett gebracht hatte, verwundert fest: „Im Kasten liegen ja zwei gleiche blaue Pyjamas? Auf beiden ist ein Bär mit Cowboyhut drauf – ich dachte, die wären unterschiedlich?“

Mamas Tricks funktionieren manchmal nicht nur bei 3-Jährigen …

 

Wie kommt es, dass …?

dieselben Eltern, die sich große Mühe gaben,

ihren Kindern gute Vorbilder zu sein,

gesunde Nahrung schmackhaft näher zu bringen

und die Kleinen von Anfang auf ein selbstbestimmtes Leben (nach den eigenen Vorstellungen und mit klaren Zielen) vorzubereiten

sich als Großeltern milde lächelnd

über alle Prinzipien eben jener, nun endlich erwachsen gewordener Sprösslinge hinwegsetzen,

und Zucker in allen Formen und zu allen Tageszeiten plötzlich für eine ausgewogene Ernährung insbesondere für Kinder halten?