Schlagwort: Essen

el und erl – Österreich Edition

El – español? No, no!

Erl – könig? Aber nein! Obwohl mich dieses Gedicht schon als Kind fasziniert hat.

Im Österreichischen enden viele Dinge auf -el bzw. -erl oder gar -dl, zum Beispiel Knödel, Knöderl (kleiner Knödel), Semmel oder Semmerl, das Radel („jo, mir san mim radl do“), Gurkerl (kleine Gurke), Sackerl (Tüte), Nockerl und die Bockerl (Kiefernzapfen).

Diese Endungen kommen den Bewohnern Meidlings (12. Wiener Gemeindebezirk) besonders entgegen, denn dort heißt Meidling ja eher MeidLLLing. Ein verlängert gerolltes L. Ein -erl am Schluß wird dann als -al oder Meidlingerisch als -aLLL ausgesprochen, also Semmal, Häfal (Tasse), Kammal (Kammer), Glockal (Glöckchen).

Die Buchstabenkombinationen mögen jedoch nicht allen leicht fallen, insbesondere, wenn man Deutsch als Fremdsprache erlernt, oder überhaupt gefallen. Manch einer wird darüber die Nase rümpfen, weil sie verniedlichend und daher dümmlich wirken. Aber so dumm sind wir Österreicher dann doch auch wieder nicht, dass wir zum Beispiel überall drauf schreiben müssten, wie wir zu einem Ding sagen, oder doch?

kastal
Kein Kastell, sondern ein kleines Kasterl, also „Kastal“

 

 

 

 

Bäh!

Wie macht das Schaf? Bäääääh, genau. Und wie macht der Käfer? Hm, keine Ahnung, vielleicht brrrrrrmmm, wenn er herumfliegt. Die Kinder, die ihn sehen, machen meistens „Ah!“ und „Oh!“ oder auch „Igitt!“ und „Bäh!“ In lebender Form mochte ich Käfer immer, ganz besonders die Marien-, … Bäh! weiterlesen

Hunger&Games

Neulich waren wir auf einem veganen¹ Straßenfest. Es gab dort ein paar Info-Stände, einige Anbieter von Kleidung, Kosmetik etc. und so ungefähr 40 Stände, an denen super leckeres Essen und/oder Getränke verkauft wurden. Für die Kinder gab es außerdem Schmink- und Maltische und eine Hüpfburg.

Mamas Plan war folgender:

Wir fahren am späten Vormittag hin, essen dort zu Mittag, treffen uns mit Freunden (und deren Kindern), schauen den Kindern beim Spielen/Herumhüpfen bei einem Eis und/oder Kaffee gemütlich zu und machen danach vielleicht noch eine kleine Fahrt mit der Straßenbahn als krönenden Abschluß, da es so spannende Öffis bei uns im Ort natürlich nicht gibt. Am Land herrscht der Individualverkehr.

Es klappte alles wie vorgesehen, nach Plan, reibungslos.

Wirklich?“

fragen jene Leser und Leserinnen meines Blogs, die sich ihrerseits selbst Eltern nennen, jetzt ungläubig und womöglich ehrfürchtig, und planen im Geiste schon eine kleine Statue von M.Mama in einem Winkel ihres Eigenheims zu errichten, um sie hernach entweder anzubeten oder als Watschenmann/frau zu verwenden.

Wirklich?“

fragen auch die kinderlosen Leser und Leserinnen meines Blogs.

„Und wozu habe ich jetzt bis hierher gelesen, wenn gar nichts Spannendes passiert ist?“

Keine Sorge. Es kam natürlich ein bisschen anders als geplant. (mehr …)

Wenn der Postmann 2x klingelt – die #muddimutation

Blasmusikkapelle, Faschingsgilde? Fehlanzeige. Ich bin weder da noch dort Mitglied, und von beiden kein wirklicher Fan. Daher kenne ich Paraden fast nur aus dem Fernsehen – Macy’s Thanksgiving Day Parade kommt ja schließlich in jeder guten amerikanischen Sitcom einmal vor, und wenn auch nur in Form eines aufgeblasenen Riesenkatzen-Manga-Superhelden-Dings, das sich losgerissen hat und am Fenster vorbeischwebt.

Doch heute mache ich auch einmal mit, denn ich brauche mich dazu noch nicht einmal hübsch zu machen (das Projekt müsste nach der Vorstudie sowieso wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen werden) oder hinauszugehen.

Statt umtata-taub herumgeschubst zu werden und auf nicht körpergeruchsfreier Tuchfühlung mit völlig fremden Menschen mir die Füße in den Bauch stehen zu müssen, sitze ich halbwegs bequem vor meinem PC. Also, es könnte schon noch bequemer sein, aber das liegt vor allem an der Katze, die sich neben mir im Sessel breit macht. Sie hat ausreichend Platz. Ich? Na ja, ich will nicht jammern, nicht darüber zumindest.

Anna von never looked so beautiful hat eine Blogparade ins Leben gerufen:

 

#muddimutation: „Erzählt mir wie ihr zum Muttertier mutiert seid und welche Veränderungen, Eigenschaften und Marotten zum festen Bestandteil Eures Muddidaseins geworden sind.“

 

Seit ich davon gelesen habe, grüble ich, was meine Top 10 Veränderungen sind, seit ich Mutter (Mama, Muddi) wurde.

1. Mein Briefträger und ich – eine neue Beziehung 

Ich bin sehr viel allein zu Hause während mein Mann in der Arbeit ist. Das Verhältnis zu meinem Briefträger hat sich dadurch deutlich intensiviert. Also, ich habe mittlerweile 2 Kinder und der Briefträger hat mich auch schon halbnackt gesehen. (mehr …)

5 Mahlzeiten, eine 3-Jährige ODER Der ganz normale Wahnsinn

Frühstück

E rührt mit ihrem Löffel im Müsli um: „Heute hat diese Rosine Geburtstag!“

Vormittagsjause (2. Frühstück)

Wir sprechen darüber, welche Vornamen die Leute haben, die wir kennen.

E: „Wie heißt die Oma?“

Ich: „Evelyn“

E: „Und wie heißt die Tante Maria?“

Ich: „Maria“

E: „Nein, aber wie heißt sie? Was hat die Tante Maria für einen Namen?“

Mittagessen

Ich: „Kannst du bitte das Besteck aufdecken?“

E: „Ich kann nicht. Ich bekomme heute ein Baby. Ich bin eine Puppenmama!“

Ich: „Ach so…da kann ich das natürlich nicht verlangen von dir. Ich mache es schon“

[denke an die Zeit zurück, als ich hochschwanger war – zum Glück habe ich statt dem Bauch jetzt eine unkomplizierte 3-Jährige, da ist alles so viel leichter!]

Nachmittagsjause (D: Brotzeit?)

E: „Ich will einen Kakao trinken.“

Ich: „O.K. ….Oh, wir müssen die Bananen verbrauchen. Ich mache uns eine Bananenmilch und den Kakao gibt es morgen.“

E: „Aber ich will einen Kakao trinken! Ich will keine Bananenmilch!“

Kind bricht in Tränen aus, alle weiteren Wehklagen aufgrund des Schluchzens nicht zu verstehen.

Ich: „Na gut. [keine Lust auf großes Drama und ich hatte den Kakao ja schon zugesagt] Du bekommst den Kakao. Ich probiere einmal aus, ob man die Bananenmilch einfrieren kann.“

Ich mixe Bananen und Milch und gebe das Resultat in den Gefrierschrank.

Abendessen

E: „Ich habe meine Bananenmilch nicht getrunken!“

Ich: „Die habe ich eingefroren. Die können wir jetzt nicht trinken …“

E: „Aber der Papa hat auch keine Bananenmilch bekommen. Ich will Bananenmilch!“

Kind bricht in Tränen aus, alle weiteren Wehklagen aufgrund des Schluchzens nicht zu verstehen.