Schlagwort: Männerhumor

T

Nachdem der gestrige Titel so lang und sperrig war, halte ich es heute einmal richtig kurz: T.

Also Tee natürlich. War ja klar, oder?


E liebt es derzeit Blumensträuße zu pflücken. Neulich kam sie mit zwei weißen Blüten an, hielt sie mir vor die Nase und fragte, ob wir daraus einen Tee kochen könnten. Ich roch an den Blüten und befand das Gepflückte für teetauglich. Allerdings konnte ich die Pflanze nicht wirklich zuordnen. Abends vor dem Zähneputzen schalteten wir also den Wasserkocher ein …

… und am nächsten Morgen erinnerten wir uns auch irgendwann daran, dass wir ja Tee hatten kochen wollen. Ich schaltete den Wasserkocher also erneut ein und mein Mann suchte noch kurz, um welche Pflanze es sich denn nun handeln könnte.

In der Teekanne verfärbte sich das Wasser zur Freude der Tochter tatsächlich zu einem Kräutertee und kaum war er zugestellt, schon rief mein Mann: „Das dürfte eine Schafgarbenart sein

Zufrieden schenkte ich den Töchtern einen kleinen Schluck zum Kosten ein. „Und wofür trinkt man den?“ fragte ich dann noch beiläufig meinen Mann. Seine kindersichere Antwort lautete: „Frauenprobleme„.

Meine Antwort war wie zu erwarten: „Ach, der hilft gegen Männer?!

*höhö – Übrigens: Humor hält die Liebe jung, hoffe ich mal*

bigben
Der 5 Uhr Tee ist schon vorbei!

abc-Etüden: Wen die Wildnis ruft

Stativ
Kindheitstraum
nachspüren

heißen die drei Worte der Schreibeinladung zu den abc-Etüden diese Woche.

lz abc.etueden schreibeinladung 3 visitenkartemyblog 30.17 | 365tageasatzaday


Nachfühlen und nachspüren ist nicht das Gleiche. Nachspüren bedeutet erforschen, erkunden, zum Beispiel einem Geheimnis oder einer Fährte“ dozierte sie aus dem Stehgreif, als lese sie es gerade aus dem Duden vor.

So, so“ antwortete er und kratzte sich am Kopf.

Das tat er immer, wenn er überlegte und das war ihrer Meinung nach auch der Grund dafür, warum er schon langsam Geheimratsecken bekam.

Also mein Kindheitstraum war es ja nicht, in der Wildnis Fährten zu suchen oder ihnen gar nachzuspüren“ erklärte er und betonte das letzte Wort ganz besonders, um zu zeigen, dass er es nun anwenden konnte.

„Aber DU wolltest doch immer auf Safari gehen?

Höchstens aus Fotosafari mit einer Spiegelreflexkamera, ein paar megamäßigen Objektiven und einem Stativ, damit die Bilder richtig gut werden, aber keinesfalls mit Gewehr!“ rief sie entsetzt. 

„Ich wollte doch Wildhüterin werden, aber leider gibt es in Afrika auch so große Spinnen und das hat mich dann doch abgeschreckt“ erklärte sie grinsend.

Wildhüterin mit Arachnophobie, wie originell.“ meinte er amüsiert.

Aber du hast doch sicher nur Angst vor richtig großen, dicken Spinnen und nicht so einer langbeinigen, dünnen wie der, die gerade über deine Hand geklettert ist, und deren Spur ich direktzu noch nachfühlen kann, oder heißt es in diesem Zusammenhang nun doch nachspüren?“ 

Er musste schallend lachen als sie aufsprang (wie von der Tarantel gestochen – hoho!) und einen wilden Tanz aufführte.

Psst! Der Muttertag steht…im Kellerschrank

Unsere 3-jährige Tochter redet gerne und viel, sehr viel. Sie lässt sich auch durch nichts davon abhalten. Die Rekordzeit im Stillsein liegt bei maximal 2 Sekunden. Kein Scherz!

Vor Kurzem machten wir einen Ausflug, da hätte sie 6 Stunden lang durchgeredet, wären mir nicht ein paar Geschichten eingefallen, die ich ihr wieder und wieder erzählen durfte. So waren es dann nur 5 ½ Stunden Plappern ohne Pause!

Ein paar Tage später fand sie heraus, wie man pfeift. Seither übt sie und übt und übt. So unterhaltsam es oft ist, ihren Erzählungen zuzuhören und so stolz ich bin, dass sie für ihr zartes Alter schon einen recht großen Wortschatz hat, so sehr empfinde ich es doch als Segen, dass sie nun auch manchmal stundenlang pfeift, statt mich und ihre Umgebung mit Worten einzudecken.

Neulich holte mein Mann E vom Kindergarten ab. Kaum war sie zu Hause rief sie schon begeistert beim Ausziehen: „Mama! Ich habe dein Muttertagsgeschenk mitgebracht. Papa und ich haben es im Ke …“

Mein Mann unterbrach sie schnell und meinte: „Das ist doch ein Geheimnis!

E stutzte kurz und meinte dann geheimnsvoll im Flüsterton: „Mama, wir haben dein Geschenk im Keller in einem Schrank versteckt!

Mein Mann wusste jedoch sofort wie er eventuelle „Nachforschungen“ meinerseits verhindern würde und fügte grinsend hinzu: „Dort, wo die Spinnen wohnen!