Schlagwort: Leben

Sinn-los

Gar nichts wollen. In den Tag hinaus hören, weit weg vom eigenen Körper. Flugzeuge, Motorräder, Kinderstimmen, Rasenmäher. Das Leben rundum, eine liebliche Kulisse.   Sie spuckt dich aus wie einen Kirschkern. Bitte draußen bleiben! Ungenießbar.     Gar nichts wollen. In die Nacht hinein starren, … Sinn-los weiterlesen

Keinesfalls

Guten Morgen! Heute ist kein Tag wie jeder andere, heute ist der internationale Tag des Tigers. Tiger sind (bekanntlich) von der Ausrottung bedroht. In Europa, vor allem in Österreich und wohl auch in Deutschland ist das nicht unmittelbar spürbar, aber wir können diesen Tag zum … Keinesfalls weiterlesen

Augenblicke der verANTWORT?ung

Das Leben besteht aus Augenblicken. Die meisten vergehen einfach, ziehen vorüber wie Nebelfelder, die sich rasch auflösen. Dreht man sich um, um sie nochmals zu betrachten, ist nichts mehr von ihnen übrig. Manche Augenblicke erleben wir intensiv und nachhaltig. Dann dauern sie scheinbar ewig oder zumindest ewig nach.

Der Augenblick als Mutter, in dem du erkennst, dass du dein Kind nur trösten kannst, aber nicht vor allem Übel und Schmerz behüten.

Der Augenblick als Tochter, in dem du erkennst, dass du es nun bist, der sich um deine Mutter kümmern muss und nicht umgekehrt.

Der Augenblick als Freundin, in dem du nur schweigend an einem Grab stehst und dir die Welt noch ein bisschen ungerechter als sonst erscheint.

Der Augenblick im Arbeitsleben, wenn du das Gefühl hast, in eine Sackgasse geraten zu sein.

Der Augenblick, in dem du entscheiden musst, ob dein Haustier Erlösung braucht oder eine zweite Chance.

Das Leben besteht aus Augenblicken. Jene, die nachhallen, mögen einzigartig sein, nicht immer sind sie schön. Augenblicke sind kostbar. Vielleicht sollten wir die unauffälligen mehr genießen.

12 Monate (5) – krumm

Ein krummes Ding drehen sollte man tunlichst vermeiden, aber nicht jede Krümmung ist eine moralisch verwerfliche. Manche entstehen gar aus Respekt vor anderem Leben. Da wieder einmal der letzte Sonntag des Monats naht, veranstaltete ich meine üblichen Verrenkungen im Garten, um unseren alten Kirschbaum abzulichten. 12 Monate lang möchte ich euch im Rahmen des Projekts 12 Monate von Zeilende an den Veränderungen rund um den Baum teilhaben lassen. Jedes Monat wieder stelle ich mir die Frage, wie ich ihn fotografieren soll (und warum ich mir noch immer nicht zumindest ein weiteres Weitwinkelobjektiv gekauft habe). Da stellte ich fest – und ja, erst jetzt nach Jahren – dass ich im Garten nicht die einzige bin, die sich wegen des Kirschbaums verrenkt:

 

Der kleine Birnbaum daneben wächst schon seit langem gekrümmt, um den Kirschbaumästen auszuweichen. Man darf sich also auch mal verrenken, um seinen Willen zu bekommen – oder aber auch die Kirschen, denn die Erntezeit hat bereits begonnen:

kirsche4

Allzu üppig hängen die reifen Früchte nicht, aber zum Naschen für uns und die Vögel, die gerne zu Besuch kommen, reicht es allemal.

So grün ist unser Junibaum derzeit und spendet an den heißen Tagen brav Schatten.

kirschbaum_juni

Ein krummes Ding gibt es heute aber noch als kleinen Bonus dazu. Wer errät was das ist?

gluehwurm

Richtig!

Ein Glühwürmchen zieht vor dem Kirschbaum abends seine Bahn

🙂



Meine bisherigen Fotos zu diesem Projekt findet ihr hier:

Zwölf Monate – Langsamkeit (1)

12 Monate – (2) Verhext

12 Monate (3) – Where have all the flowers gone?

12 Monate (4) – Drumherum

Die Beiträge aller anderen Teilnehmer findet ihr verlinkt bei Zeilenende. Vorbeischauen lohnt!