Urlaubs(an)denken

Aus dem Urlaub bringt man oft etwas mit: Fotos, Erinnerungen, Souvenirs und ein paar Geschenke für Freunde oder Verwandte, eventuell sogar fremde Viren und Bakterien. Vor letztem mögen wir behütet bleiben, auf jeden Fall habe ich einige Erkenntnisse im Urlaub gewonnen:

  1. Nach dem Urlaub ist gefühlt wie vor dem Urlaub: ich bin ja so erholungsbedürftig!
  2. Für Urlaub mit Kleinkindern sollte eigentlich ein eigener Begriff gefunden werden: Geschlauchtlaub? Irrsinnslaub? Rund-um-die-Uhr-so-laut?
  3. Das Wort Urlaub kommt übrigens von erlauben und hat nichts mit dem Laub (der Bäume und Sträucher), sondern entweder dem Lieben oder dem Lassen zu tun. Lieb waren sie ja die Kleinen im Urlaub, nur schlafen haben sie uns halt nicht lassen *seufz*
  4. Kinderhotels sind ganz großartig für die Kinder vom Unterhaltungswert her. Ohne stabile Internetverbindung kann so ein „Mama! Schau mir zu wie ich rutsche!„-Nachmittag aber ganz schön lang werden
  5. Wer auch immer die Idee hatte, dass Becher bunt sein könnten, der möge bitte augenblicklich zur Hölle fahren. Die Dramen, die sich abspielen, weil den Kindern nicht die gewünschte Farbe vorgesetzt wird, sind für Nicht-Eltern gar nicht vorstell-, aber im Restaurant gelegentlich mithörbar (#wuähichwollteaberrosa)
  6. Baldriantropfen gehören in jede Urlaubsapotheke – anders steht man das aktive Beobachten („Achtung! Einer nach dem anderen! Nicht alle auf einmal! Erst wenn die Rutsche frei ist! Klettere nicht so hoch! Halte dich wenigstens mit einer Hand an! Vorsicht, da schaukelt wer! Vorsicht, da steht wer! Nicht aussteigen bevor das Ringelspiel anhält!„) von kleinen Energiebündeln umgeben von anderen größeren und kleineren Energiebündeln nervlich nicht durch (alternativ kann auch ein Jahresvorrat an Schokolade für die Mutter zur Beruhigung eingepackt werden)
  7. Kinder glauben, nur weil bei Conni & Co das In-Urlaub-Fahren/Fliegen gerade mal eine Seite lang dauert, es würde in der Realität auch so schnell gehen und fangen schon nach spätestens einer Stunde an zu jammern, wann man denn endlich da wäre
  8. Alle Pferde/Ponies auf denen kleine Kinder eine Runde drehen dürfen heißen Sheila (oder zumindest so ähnlich)
  9. Sobald man eine Wanderung macht, wissen die Kinder nicht mehr wie der Mensch seine eigenen Beine zum Gehen benützen kann, aber wenn sie irgendwo ein Eis sehen, da können sie laufen wie flinke Wiesel
  10. Schön war’s! Anstrengend, aber schön!

4 Gedanken zu “Urlaubs(an)denken

  1. Herrlich. Mal wieder so treffend. Mein Zustand lässt auch gerade zu wünschen übrig, denn wir hatten ja gerade Urlaub. Was mich beruhigte: Ich las letztens über eine Umfrage unter Eltern. 91% fühlten sich nach einem Urlaub nicht erholt. Ich bin also wenigstens keine Außerirdische ;-).

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    1. Gleich nach dem Urlaub traf ich eine andere Mutter, die ganz erschöpft war vom Urlaub. Aber mit zunehmendem Kindesalter wird das wohl doch besser, nehme ich an. Und irgendwann wollen die Kinder dann gar nicht mehr Urlaub machen gemeinsam mit den Eltern („voll uncool“) 😉

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