Schlagwort: Musik

abc Etüden: Musik liegt in der Luft

Es ist wieder soweit! Die abc Etüden gehen wieder los. Die erste Wortspende kommt von Christiane selbst und lässt einen schnell in anderen Sphären schweben:

2017_36.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

„Nein, nein, nein, der Heiligenschein muss richtig hell glänzen, damit er sich von dem ganzen Glitzer-und Blinkklimbim in den heutigen Kinderzimmern noch abhebt!“

Die kleinen Engel schauen betreten drein und lassen frustriert die Köpfe hängen während Petrus mit energischen Schritten zur Tür eilt, um wieder an seine Pforte zurückzukehren. Rums, die Türe ist zu und alle atmen erleichtert auf.

So anstrengend habe ich mir die Assistentenstelle beim Christkind nicht vorgestellt“ jammert der kleine dicke Engel ganz hinten.

Wenigstens können wir Musik hören, solange Petrus die Passierscheine kontrollieren muss!“ ruft ein anderer und läuft zu dem alten Radioapparat, der in der Ecke steht. Es dauert eine ganze Weile, bis er mit etwas Feingefühl und dem Drehknopf die richtige Frequenz gefunden hat.

Gerade als ein Jüngling mit blonden Locken und langem wallenden Kleid erzählen will, dass die Kinder auf der Erde schon viel modernere Musikapparate haben, erklingt Elvis Stimme und alle singen aus vollem Halse mit: „You look like an angel, walk like an angel, talk like an angel, but I got wise …“

Die drei Erzengel, die den Korridor entlang gehen, hören die ungewohnten Klänge und Gabriel meint kopfschüttelnd zu seinen Kollegen: „Also, zu meiner Zeit haben wir immer nur beschaulich Hosianna und Halleluja gesungen, nicht so rhythmisches Teufelszeug!

 

Ein kleiner Tramp

Ein Trampolin ist für Kinder ein großer Anziehungspunkt. Aber nicht nur für Menschenkinder. Auch der kleine Matz von neulich (oder eines seiner Geschwisterchen) hat es dort hinein geschafft – und leider nicht mehr heraus. Verzweifelt flatterte er gegen das Netz. Da er wohl von oben in die Sache hineingeraten war, wollte er auch unbedingt nach oben wieder flüchten, aber die kurzen Schwungfedern tragen ihn noch nicht so weit.

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Ich kletterte also zu ihm ins Trampolin und versuchte ihn in Richtung Ausgang zu lotsen. Direkt davor dreht er jedes Mal wieder um und wollte – fast panisch – wieder zurück ans andere Ende des Trampolins, dort wo er seinen besorgten Eltern am nächsten war.

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Fast am Ausgang – aber immer wieder bekam er/sie Toroffenpanik sozusagen

Letztendlich hob ich ihn behutsam mit beiden Händen auf und beförderte ihn so zum Ausgang. Von dort schaffte er es dann ohne Probleme auf die Wiese und ich verabschiedete mich rasch, damit ihn seine Eltern wieder in Empfang nehmen konnten.

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Kleiner Matz, nach deinem Trampolinerlebnis sei dein Name nun Tramp, kleiner Supertramp 😉


Apropos: Ausnahmsweise wieder einmal ein Link zu einem Lied, weil es gerade irgendwie passt