Balanceakt auf der Brücke

Der schmale Weg zur Brücke,

kein Navi kennt ihn noch,

ganz ohne List und Tücke

führt über’s Sommerloch.

 

Nicht schottisch, auch ohne Monster,

dies Loch so tief wie lang.

Ein Spuk ganz ohne Gespenster,

doch wird dir angst und bang.

 

Ist der Weg endlich gefunden,

dann zittern dir die Knie.

Schreibblockade überwunden,

Wörter sprudeln wie noch nie.

 

Mit schreckgeweiteten Augen

siehst du in die Tiefe hinab.

Wird der Text wohl etwas taugen?

Die Leserschaft ist knapp.

 

Auf Urlaub sind fast alle,

der eine hier, die andere dort.

Unter der Brücke in großem Schwalle

fließt Geschriebenes einfach fort.

 

Statt den wp-Reader durchzuscrollen

ist man jetzt lieber IRL.

Kommentare nur von Trollen!

Streng dich an – aber schnell!

 

Du balancierst über wack’lige Steine,

hältst gespannt den Atem an.

Die Gedanken fügen sich zum Reime.

Nun seid ihr mit Kommentaren dran …

 



Mit freundlicher Unterstützung des Sommerlochs auf dem ‚Mein Name sei Mama‘ Blog

15 Gedanken zu “Balanceakt auf der Brücke

    1. Der Herr Philosoph wird aufmüpfig! Die revolutionären Vibrations waren ja schon hier und da zu spüren.
      Ich vermute, die obige Aufforderung entspringt der sommerlichen Hitze: Kants kategorischer Imperativ für die Jugend, oder so 😉

      Gefällt mir

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