How not to … (Materialismus 101)

Von der Wiege …

In jenen Tagen aber hat es sich begeben, dass wir Besuch bekommen sollten von einem kleinem Mädchen namens A. Ein Play-Date mit einer Krabbelstubenfreundin unserer Tochter. Das letzte Treffen war schon eine ganze Weile her. Als ich E das freudige Ereignis verkündete, rief sie entzückt aus:

Ich bin ja so aufgeregt! Wir haben so viele Sachen. A wird gar nicht glauben, dass DAS ALLES mir gehört!

Und Mama erschrak über diese Rede und überlegte, was sie zu bedeuten habe.

… bis zur Bahre

In jenen Tagen aber hat es sich weiters begeben, dass wir in einem Geschäft ein Kleidungsstück sahen, rot-weiß-gestreift, gerade so wie es das Bilderbuchmädchen Conni zu tragen pflegt. Als E dieses Kleidungsstück sah, rief sie entzückt aus:

Ein Conni-Kleid. Genau in meiner Größe!

Nun stellte sich heraus, dass das Kleid ein Pullover war, einer für Erwachsene, richtig übergroße Erwachsene. Da E das Gewand aber gesehen (und Gefallen daran gefunden) hatte, tat sie beim Mittagessen kund, dass sie sich das „Kleid“ als „Erwachsene, wenn ich in die Schule gehe“ kaufen würde.

Mama wandte belehrend ein, dass es dazu wohl einer gewissen Menge Geldes bedürfe und E dafür erst fleißig arbeiten müsse. Das Kind aber entgegnete (keck und ohne mit der Wimper zu zucken), dass es das Geld des Vaters dafür verwenden wolle, denn

wenn der Papa einmal ganz, ganz alt ist [und ich erspare meiner Leserschaft aus Pietätsgründen gegenüber meinem Mann die weiteren letalen Schlussfolgerungen], dann bekomme ich seine Geldtasche“

Und Mama erschrak wirklich sehr über diese Rede und überlegte, was sie zu bedeuten habe und ob es womöglich Zeit war, sich über Kindersicherungen am PC (vor allem der Online Shopping Portale) und über Rentenversicherungen für den eigenen Ruhestand Gedanken machen zu müssen.

12 Gedanken zu “How not to … (Materialismus 101)

  1. Willkommen im Kapitalismus, wo die Eltern konsumieren, die Hipster so tun als würden sie rebellieren und dabei konsumieren und man froh sein kann, dass die kleinen Kinder zumindest das Prinzip des Raubtier-Kapitalismus noch nicht verstanden haben. Ich an deiner Stelle würde lieber gleich Konserven und Tomatensamen für den Ruhestand bunkern, bevor das Kind herausfindet, was eine Vormundschaft ist. 😉

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