Was bin ich?

Tante Tex fragt diesmal nach der Beschreibung eines Gegenstandes. „Easy peasy“ denke ich, schaue mich kurz im Zimmer um und finde so an die eine Million Dinge, die ich beschreiben könnte, weil die hier einfach so herumliegen. Ob der großen Auswahl und der noch größeren Unordnung überwältigt (statt zu bloggen, sollte ich wieder einmal aufräumen!), wende ich mich rasch wieder der Anleitung zu.

Ach so, es soll in Form eines Rätsels passieren! Wem es beliebt, sogar in der Art der Sphinx.  Letztere hatte ja die liebe Angewohnheit, jene, die ihre Rätsel nicht lösen konnten, einfach zu fressen. Da ich aber gerade zu Mittag gegessen habe, ohnedies seit Jahren auf Fleisch verzichte und eigentlich ein recht empathischer Mensch bin, werde ich mein Rätsel leichter gestalten. Die Katzenschläue fehlt mir ohnedies.

Also, los geht’s, recht menschlich und ohne böse Folgen für Mitratende:

 

Was bin ich?

Ohne, dass es sich berührt,

verbinde ich, was zusammengehört.

Ich trenne dort,

wo es sich nicht gehört – ganz ohne Wort.

 

Ich schmücke und binde,

und störe auch Mal.

Doch verlierst du mich, rate ich dem, der mich finde,

mich zu drehen und genau zu besehen.

Suche nach Spruch oder Zahl.

Gravierend ist der Unterschied, der Verlust eine Qual.

 

Ich bin in so vielen Liedern und reime mich, wenn ich singe.

Auch in anderen Sprachen reime ich mich auf ganz viele Dinge.

Bei Peter Gabriel geht’s um ein langweiliges Buch.

Hört nur hin, dann wisst ihr was ich such.

 

Bei REM hieß es: Sei mein!

Michael Stipe wollte ihn hören, den Vogel, der singt,

eingesperrt im Käfig – was für eine Pein!

Und doch, wie wundervoll das klingt!

 

Ich habe sehr viele Gesichter, blank oder besetzt,

man hat mich nur dann, wurdest du nicht gerade versetzt.

Ich bin begehrt, besonders bei Frauen,

doch um mich zu bekommen, musst du dich erst trauen.

 

Meine Form ist einfach perfekt,

wurde schon manchem an den Finger gesteckt.

Wisst ihr nun, was ich bin, welches Ding?

Genau, ich bin ein …

 

Geh rein!

ins Anagramm. In die Lieder hör rein!

Aber ihr habt die Lösung ja längst gefunden,

die Musik ist nur noch zum Abrunden.


 

 

 


Noch mehr Musik gibt es übrigens auf der Seite Starke Stimmen

12 Gedanken zu “Was bin ich?

  1. Meine Güte. Ich bin erstaunt und fasziniert. Und ich erinnere mich düster, so etwas auch zu besitzen. Zuletzt dachte ich auch, ihn verloren zu haben, den guten. Dabei hatte ich ihn nur in der Schatulle vergessen. Dabei passt er so gut zu Kette und Armband.

    Gefällt 1 Person

      1. Noch dazu dauert dieses Nibelungen-Ding endlos lange. Einer Studie zufolge sind über 60% aller Ewigkeiten kürzer. 😉
        Fünfzehn Stunden? Das sind Flausen!
        Wendest dich zu Recht mit Grausen
        Wagner überspannt den Bogen
        Gabriel wird vorgezogen 🙂

        Gefällt mir

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