Das Leben zieht vorüber wie Wolken im Wind,

Ich warte ungeduldig, dass das Jetzt endlich beginnt.

Leben scheint so einfach, aber mir gelingt es nicht.

Ich schließe die Türe, niemand sieht mein Gesicht.

 

Nur hier bin ich sicher vor ihren Worten und Taten,

nur hier kann ich denken und traue mich atmen.

Angst zu versagen wird zur Angst vor dem Sein,

ich mache niemals Fehler, doch ich bin ganz allein.

 

Die einzige Hoffnung liegt im Morgen. Dann fängt es an!

Gestern versinkt konturlos, morgen zeige ich was ich kann.

Doch aus jedem neuen Tag wird ein trauriges Jetzt,

ich warte auf mein Leben, nichts passiert bis zuletzt.

 

Jeder Moment ist voller Pflichten, ich habe niemals die Wahl.

Jeder Moment eine Enttäuschung, eine endlose Qual.

Ich wünschte, ich hätte den Mut, mein Leben zu beginnen,

stattdessen schaue ich nur zu, lasse die Stunden zäh verrinnen.

 

Das Leben zieht vorüber wie Wolken im Wind,

die Freude über das Heute gehört einzig dem Kind.

Leben scheint so einfach, wenn man jung ist und frei,

ich habe zu lange gewartet. Ist mein Leben schon vorbei?