Schlagwort: Geburtstag

Mama kurz gefasst – Die Strophe

Erziehung per Erpressung und Drohung – ein Konzept, das sicherlich nicht nachhaltig ist, mitunter sogar in die falsche Richtung laufen könnte. Letzteres tun kleine Kinder sowieso mit Vorliebe: Hören sie die Worte „Komm her!“ laufen sie automatisch weg, außer es gibt Geschenke, Süßigkeiten oder Spielzeug.

Da eine Geburtstagsfeier ins Haus steht, greift die verzweifelte Mutter, vulgo ich, gelegentlich auf die plattesten Drohszenarien zurück, um erwünschte Verhaltensweisen zu erpressen. Ganz nach dem Vorbild des Nikolaus, der angeblich ein dickes Buch über die Verfehlungen der jüngsten Gesellschaftsmitglieder führt und selbige so nahtlos überwacht, ließ ich mich kürzlich zu dem Satz verleiten:

Du weißt schon, dass nur brave Kinder eine Geburtstagsfeier bekommen. So eine Party ist keine Selbstverständlichkeit.“

Und was hat meine fast 4-jährige Tochter darauf geantwortet?

Sie hat Zuckowski zitiert: Mit treuherzigem Augenaufschlag sang sie mir die Zeile: „Stups, der sagt, das weiß ich schon. Wie der Vater, so der Sohn“ aus „Stups, der kleine Osterhase“ vor!

Wo das Kind die liebens- bis fragwürdige Schlagfertigkeit nur her hat?!

osterhase
Klein, aber manchmal ganz schön frech, so ein Osterhase

Das Pfund und die Münzen

Fremdwährung, Bares und M. Mama – die neue Finanzrubrik auf meinem Blog!

Genau darauf haben die Finanzwelt und die Heerscharen an Rat suchenden (Möchtegern/Trau-mich-nicht-recht/Jetzt-aber-volles-Risiko!)-Investoren gewartet. Das hat der Bloggerwelt noch gefehlt: M. Mamas Finanztipps!

Und es wird ihr auch weiter fehlen.

Sorry an alle, die jetzt enttäuscht Kuli und Taschenrechner wieder wegpacken. Es gibt hier nichts zu lernen, zumindest nichts über Finanzielles, obwohl ich tatsächlich eine Affinität zu Geld habe. Ich mag es. Am liebsten ist es mir, wenn ich es habe.

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Der Kurs-Chart meines Portfolios lässt mein Herz schneller schlagen. Man muss ihn nicht einmal verkehrt herum halten, damit er aufwärts zeigt. Besser geht es kaum, oder?

2015 – ein Peak wie der Mount Everest. Atemberaubend, nicht? Insbesonders, wenn man zu diesem Zeitpunkt eingestiegen ist. Da versteht sich von selbst, warum einem der Atem stockt, während das Herz rast. Aber lassen wir das.

Worum geht es also heute?

Pfund, Gartenparty, 5 Uhr Tee und Nebel – irgendwelche Assoziationen? Nein, nicht England, auch nicht Brexit oder Wonnemonat (May).

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Nebel in London und Finanzen -noch fest verschmolzen, aber wehe breaks it away …

Sondern Kindergeburtstag natürlich! Was dachtet ihr denn?

Es war Herbst 2015. Meine kleine Z war ein paar Monate alt und meinereiner fand sich mit E und Z auf einer Kindergeburtstagsfeier ein. Während Kinder und Väter im Garten herumtollten, stand ich mit der im Kinderwagen schlafenden Z mit den anderen erwachsenen Frauen am Rand beisammen und unterhielt mich.

Einen besonders netten Plausch hielt ich mit einer etwa gleichaltrigen Frau, einer (entfernten) Tante des Geburtstagskindes. Ich freute mich darüber, endlich mal wieder andere Themen als Windeln und Kindergarten besprechen zu können, fühlte mich wohl, einmal nicht völlig auf meine Mutterrolle reduziert. Kaum wird man schwanger scheint ja alles andere gänzlich aus dem Fokus zu rutschen – für einen selbst und auch die lieben Mitmenschen. Ratschläge allerorten und zu allen Schwangerschafts-, Baby- und Erziehungsthemen, egal ob man sie hören will oder nicht. Nicht so mit kinderlosen Mitmenschen. Mit denen kann man noch über die Arbeit, Hobbies, Filme, Reisen und anderes sprechen.

Bei der Verabschiedung reichte mir besagte Tante  die Hand und wünschte mir alles Gute. Ihre genauen Worte waren:

Alles Gute!

Ach ja, und „Du bekommst ja bald noch ein Kind!„, begleitet von einem fast mitleidigen Blick.

Ich stutzte … und starrte auf die kleine Z im Kinderwagen. Sie war doch schon da. Da lag sie, direkt vor uns, gut sichtbar für alle. Wusste die gute Tante etwas, was ich nicht wusste? Erst dann begriff ich, dass sie auf meine Figur anspielte und – selbst Nicht-Mutter – annahm, dass der Bauch bereits den nächsten Nachwuchs ankündigte.

Etwas peinlich berührt entgegnete ich: „Nein, nein! Das ist noch von Z!

Womit wir endlich beim Pfund des pfundigen Titels (das musste jetzt sein) angekommen wären. In Österreich würde man ja sagen Kilo, aber in anderen Ländern nennt man es wohl Pfunde, die man zu viel am Leib trägt.

Die „Tante“ wäre auf jeden Fall am liebsten im Erdboben versunken, stammelte eine Menge Entschuldigungen und verdrückte sich so schnell sie konnte.

Ich erholte mich überraschend schnell von dem Schock und berichtete meinem Mann bei der Heimfahrt lachend darüber, dass ich zum ersten Mal (fälschlich) für schwanger gehalten worden war. Solange ich schwanger war, hatte mich nie jemand darauf angesprochen! Ob deshalb, weil es sowieso eindeutig war, man sich nicht blamieren wollte oder – was häufiger, vor allem im Winter mit dickem Mantel oder warmer Jacke der Fall war – weil man es gar nicht sah. Jetzt war es mir also passiert: Meinetwegen war jemand in ein Fettnäpfchen getreten.

Am nächsten Tag war auch der Mangel der Entschließung und des Mutes geschwunden, endlich etwas für die Bauchmuskeln zu tun …

… Vergessen kann ich die Sache aber natürlich nicht. So etwas setzt sich fest. Aber ich werde es der lieben Tante nicht mit gleicher Münze heimzahlen, außer vielleicht wir treffen uns wieder auf einer Kindergeburtstagsgartenparty und sie ist nicht gertenschlank.

 

 

 

Von Geburtstagen und anderen Jubiläen

Rudis

Nein, hier ist keine Ansammlung von Menschen namens Rudolf gemeint. Ich spreche vielmehr vom lateinischen Wort „rudis“, welches für unerfahren/ungeschickt steht.

Wäre ich ein Junge würde ich vielleicht Rudi heißen. Ich bin aber eine Frau und der Name Rudolf hat mit dem lateinischen Begriff rudis gar nichts zu tun.

Da meine Eltern mein soziales (Miß)Geschick und mein besonderes Nicht-Gespür für die jeweils angemessene Verhaltensweise meinen ersten Schreien noch nicht entnehmen konnten, nannten sie mich …. jedenfalls nicht Rudi und auch nicht Foparella, Klamsialia oder Donnagoffa. Diese Namenskreationen hätten zwar einen gewissen französischen (fauxpas), englischen (clumsy) oder italienischen Touch, aber das Zusammenleben mit anderen Mitmenschen hätte es sicherlich nicht erleichtert und darüber hinaus noch einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, um dem Standesbeamten klar zu machen, dass es sich schon irgendwie um Mädchennamen handeln könnte.

Konjunktive hin, Namen her. Ich, M. Mama, kann nicht glauben, dass mir so etwas Unpassendes auf meinem eigenen Blog passiert ist, nämlich Folgendes: (mehr …)