abc-Etüden: honigsüß?

Die Trabantenstadt war wie ein Bienenstock.
Es summte und schwirrte den ganzen Tag.
Doch das scheinbare Chaos folgte genauen Regeln.
Alles was produziert wurde, musste abgeliefert werden.
Die Honigpumpen standen niemals still.
„Sie werden uns irgendwann erwischen“ flüsterte der Dicke, nervös und schwitzend wie immer.
„Geh bitte, die Interpol ist doch nur ein Kaffeekränzchen aus Wien“ gab der Lange verächtlich zurück. „Die merken doch nicht einmal, wenn du ihnen die Butter vom Brot klaust!“
Das klebrige Gold auf der Haut unter der Kleidung juckte und spannte unerträglich. Mit kleinen, langsamen Schritten drückten sich die beiden Diebe an den Wachen vorbei, unter den ins Leere starrenden Blicken der gigantischen Wachsskulpturen, die vor jedem Stadttor aufgestellt worden waren, um das Volk an sein gieriges Herrscherpaar zu erinnern: Königin Maja und ihren Gemahl, den faulen Willi.

2017_40.17_zwei_lz | 365tageasatzaday

Die drei Worte von Frau dergl, welche die Stützen einer ganzen Trabantenstadt und der dieswöchigen Schreibeinladung zu Christianes abc-Etüden bilden, gehen zwar nicht runter wie Honig, aber letztendlich ließen sie sich doch zu einer klebrigen Einheit verschmelzen, an der sich Interpol wohl nur ungerne die Finger schmutzig machen würde.

 

8 Gedanken zu “abc-Etüden: honigsüß?

      1. Hat der in der Serie überhaupt irgendwas selbstständig gekonnt? Ich habe das als Kind nicht oft geschaut und die Remakes kenne ich gar nicht, aber ich meine mich zu erinnern, dass der irgendwie nichts gebacken alleine gekriegt hat.

        Gefällt 2 Personen

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