Muttersein – ein Kinderspiel

Wenn ihr lacht, lacht auch mein Herz.

Ich höre euch zu, wie ihr miteinander spielt und finde kein Lied in mir, das schöner klingt.

Ich sehe euch staunend zu, wie ihr euch entwickelt und wachst und manchmal wächst mir alles über den Kopf.

 


Wenn ihr streitet und weint, weint mein Ich manchmal mit, weil es einfach nur Ruhe will.

Wenn ich die Nerven verliere, verliert ihr ein Stück eurer Kindheit, einer Zeit des Vertrauens und der Unschuld.

Wenn ich mit mir kämpfe, gewinnt am Ende niemand.

 


Wenn ihr schlaft, schlafe auch ich irgendwann ein, erleichtert oder sorgenvoll.

Wenn ein neuer Tag beginnt, freue ich mich darauf, von euren Stimmen geweckt zu werden und eure strahlenden Gesichter zu sehen.

Und alles geht wieder von vorne los.

13 Gedanken zu “Muttersein – ein Kinderspiel

  1. Hat dies auf marasgedanken rebloggt und kommentierte:
    Ich lese sehr gern bei Mein Name sei Mama https://meinnameseimama.com/ und kann Euch nur empfehlen, auch einmal auf ihrer Seite vorbeizuschauen, wenn Ihr nicht schon längst ihre Follower seid. Mit ihrer freundlichen Erlaubnis reblogge ich folgenden Beitrag. Ein Satz aus ihrem Beitrag hat mich besonders berührt: „Wenn ich die Nerven verliere, verliert ihr ein Stück eurer Kindheit, einer Zeit des Vertrauens und der Unschuld.“

    Gefällt 1 Person

  2. Ich finde das Foto so anrührend. Den Text genoss ich sehr und schwelge in Erinnerungen.
    Ich habe das „mit den Nerven verlieren“ damals ähnlich empfunden. Heute denke ich, auch Mütter verlieren ab und zu, wie alle anderen auch, die Nerven in unpassenden Momenten und ich frage mich, ob die Kinder tatsächlich ein Stück ihrer Kindheit verlieren. Vielleicht lernen sie in diesen Augenblicken etwas über das Leben. Vielleicht nehmen sie es den Müttern gar nicht so übel, wenn das Grundvertrauen da ist und man in Ruhe später darüber sprechen kann. Heute denke ich, dass ich mir mein „Handeln in der Überforderung“ damals selbst so übel genommen habe, was das Schlimmste von allen. Mit meinem Anspruch, immer fehlerlos zu sein, habe ich mich restlos überfordert. Und mein schlechtes Gewissen hat es nicht besser gemacht.
    Wenn ich heute mit meinen erwachsenen Kindern darüber spreche, sagen sie mir, dass manche Situationen schlimm für sie waren und mir bleibt, mich zu entschuldigen. Ich arbeite daran, mir selbst zu verzeihen, so wie ich es bei allen anderen Menschen kann, die mir gegenüber die Nerven verloren haben.

    Gefällt mir

  3. Hallo, da habe ich am frühen Morgen schon feuchte Augen. So schön und wahr. Und ich kenne das auch: Besonders die Momente, in denen meine Kraft nicht ausreicht, um ruhig und gelassen in die letzten Minuten des Tages zu gehen, wenn mir das Zähneputzen zu lange dauert oder eines meines Kinder noch dies und jenes will, bevor wir endlich, endlich, endlich ins Bett zum Vorlesen können, steht bei mir die Stimmung ganz oft auf der Kippe. Weil ich müde bin und weil ich dann schon an all die Dinge denke, dich noch tun will/muss, sobald die Mäuse im Bett sind. Und ich ärgere mich darüber, denn diese letzten Minuten sind so entscheidend dafür, wie unser Tag endet. Mit Tränen oder einfach nur mit ein bisschen Gequengel, dass ganz schnell vorbei ist sobald ich das Buch zum Vorlesen aufschlage. Seitdem ich meinem Mäuserich gegenüber einmal entnervt laut geworden bin, obwohl er mir nur etwas gaaaaaaanz wichtiges erzählen wollte (leider schon zum gefühlt 100x an diesem Abend und ohne die Zähne geputzt oder sich auch nur ansatzweise in Richtung Bett begeben zu haben) und er dann unter Tränen antwortete: „Mama, jetzt hast Du mir den schönen Abend verdorben.“ habe ich mir geschworen, in solchen Momenten die Klappe zu halten, denn auch ich sehe das so, ich nehme meinen Kindern damit ein Stück ihrer Kindheit.
    Alles Liebe, Martamam

    Gefällt 2 Personen

  4. So wahr und so traurig. „Wenn ich die Nerven verliere, verliert ihr ein Stück Eurer Kindheit“, genau diese Erkenntnis treibt mich gerade auch um. Ich hätte es nur nicht so gut formulieren können wie Du. Ich bin an einem Punkt, an dem ich versuchen muss, meine Arbeitszeit zu reduzieren, aus Liebe zu meinem Kind, meiner kleinen Familie und mir. Drück‘ mir die Daumen, dass das bei meinem Arbeitgeber auf Verständnis stößt. Dein Beitrag kommt genau zur rechten Zeit und Deinen Satz werde ich mir ins Portemonnaie packen. Danke.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s