(D)ein großer Schritt

„Und jetzt ein großer Schritt“

sage ich und halte dich fest an der Hand.

Meine ich wirklich nur die Stufe?

Hier ist dir alles noch gänzlich unbekannt.

Schon in der Garderobe hören wir ihre Rufe,

dann öffnen wir die Tür und gehen hinein.

Kinder spielen, Kinder lachen, aber es gibt auch welche, die weinen –

vor allem die „neuen“, die ganz kleinen.

Du wirst nun eine von ihnen sein!

 

Der Kindergarten – ein zweites Zuhause.

Noch sind sie dir alle fremd.

Sie sitzen zusammen beim Tisch, essen Jause.

Du schaust dich um, drückst dich an mich.

Bisher war ich das Zentrum deiner Welt,

ab jetzt trösten auch andere dich.

Wirst du zurecht kommen ohne mich?

Werden sie dich verstehen, auch ohne ein Wort?

Mein Herz ist anfangs schwer, gehe ich weg von diesem Ort.

Zweifel plagen mich die ersten Tage,

doch du marschierst bald stolz,

willst gar nicht, dass ich dich trage.

Du lachst zur Begrüßung, du bist angekommen,

als Teil der Gruppe, in ihr aufgenommen.

 

Leuchtende Augen, zappelnde Beine.

Ihr sitzt im Kreis, es herrscht wunderbare Ruh.

Ein Lied wird gesungen, du schaukelst dazu.

Wunderbar anzusehen wie du spielst

und wie tapfer du bist.

Nehme ich dich mittags in den Arm

habe ich dich seit Stunden vermisst.

 

 

 

 

 

 

 

18 Gedanken zu “(D)ein großer Schritt

  1. An meine Gefühle bei den „Abschieden“ kann ich mich genau erinnern. Ich habe diese ja schon alle hinter mir und die Kinder sind erwachsen. Ich denke, die Eltern sollten sich nicht zu sehr quälen mit ihren Entscheidungen. Die Kinder zeigen meist, wenn etwas für sie in die falsche Richtung geht. Mein Jüngster hat sich nach ein paar Wochen geweigert, weiterhin in den Spielkreis zu gehen. Dann blieb er eben zu Hause und das Dorf hatte seinen Aufreger. Alle meinten, es würde nun nichts aus ihm werden……Natürlich ist er seinen Weg gegangen! Euch alles Gute! Und ich lese so gerne, wie es Dir geht mit Deinen Kleinen!

    Gefällt 1 Person

    1. Definitiv! Es ist zwar auch schon das zweite Mal, aber da wir jetzt in einem anderen Kindergarten sind, läuft vieles anders ab als beim ersten Mal. Z tut sich auch vergleichsweise leichter als ihre große Schwester, weil sie die Konzepte Verabschiedung und Kindergarten eben schon ein bisschen kennt und anscheinend für ganz normal hält.
      Manchmal habe ich das Gefühl, für mich ist die Umstellung schwerer als für sie. Ich mache mir ja schon seit Monaten Gedanken darüber und grüble, ob ich es auch richtig mache, während für sie das ganze jetzt einfach so ist und ihr auch zu gefallen scheint 🙂 Aber als Erwachsener denkt man gerne über Alternativen (oder das Fehlen derselben) nach und macht alles noch komplizierter als es eigentlich zu sein braucht. Aber man hat halt auch die Verantwortung, und gerade die frühkindliche Entwicklung kann so viele Bahnen des weiteren Lebens ebnen oder unzugänglich machen …

      Gefällt 2 Personen

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