Wie viele Tage ziehen ungelebt vorüber

bis wir es endlich verstehen:

Alles, was wir jetzt unterlassen,

das bleibt für immer ungeschehen.

 

Wir verschließen die Augen,

wenden uns ab und gehen.

So ist es viel leichter,

aber das Leiden bleibt bestehen.

 

Unser Gewissen wüsste es schon besser,

doch es verstummt unter all der Last

des Konsums und der Bequemlichkeit,

die uns treibt ohne Rast.

 

Ich tue so vieles,

doch es geschieht nur aus Pflicht.

Was ich wirklich tun wollte,

das wage ich oft nicht.

 

Die Augen sind taub, die Ohren sind blind,

kein neuer Tag bricht mehr an.

Mein Geist schweigt, er zerbricht,

ich habe so viel nicht getan.