Hugo gründet eine Firma

Kennen Sie Hugo? Ich bin mir sicher, dass ich schon einmal von ihm berichtet habe. Ein Tausendsassa, der alles bekommt, ohne dafür zu arbeiten. Jetzt – erst! – gründete er auch seine eigene Firma. Zusammen mit einem Kompagnon, dem Friedrich. Den kennen Sie aber sicher, oder? So ein großer, gleichgültiger Typ, der nie ohne seinen allerwertesten Freund anzutreffen ist.

Auf der Suche nach einem Namen, der schon aufgrund des Klangs Kundschaft bringt, orientierten sich die beiden an erfolgreichen Bekleidungsgeschäften mit nicht mehr als zwei Buchstaben im Namen und einer netten Konjunktion dazwischen. Das Bindewörtchen ist dabei ziemlich wichtig. CA oder HM lockt niemanden hinterm Ofen hervor, aber mit einem Und dazwischen, laufen sie los und zücken ihre Geldtaschen.

Die Konjunktion muss auch eine positive Ausstrahlung haben. So ein Aber kommt viel zu negativ daher und ein reines „Weil wird heutzutage schon übermäßig oft verwendet, einfach nur so, ganz alleine ohne weitere Wörter, weil halt.

Aus „Alles für die Katz'“ – das ja wohl unpassender Weise sofort an eine Tierhandlung denken lässt – und „Für Hugo“ – das zu egozentrisch erschien – machten Hugo und Friedrich also ein knackiges „A & F“.

In ihrem Geschäft trifft man sie zu jeder Tages- und Nachtzeit an – 24/7 – Hugo oder  Friedrich höchstpersönlich und natürlich ihre Katze. Wem letztere nun wirklich gehört, ist mir nicht bekannt, tut aber eigentlich auch nichts zur Sache. Das Tier liegt auf dem Tresen und schnurrt gemütlich, wenn man den Laden betritt. Sie weiß ganz genau, dass letztendlich alles für sie ist. Und alles ist wirklich ziemlich viel.

Was die Leute so anschleppen, wenn sie zu Hugo oder Friedrich kommen! Ich trage meist meine Pläne hin. Vor allem die kleinen, hoffnungsfrohen, in denen jedes Detail auf das andere abgestimmt ist oder besser war oder genau genommen gewesen wäre. Na ja, wenn ich sie feinsäuberlich zusammenlege und verpacke, weil sie für A&F sind, dann sind es eigentlich gar keine Pläne mehr, sondern zerplatzte Träume, schiefgeratene Ideen oder zerronnene Tagesabläufe. Am besten man nimmt sie, schreibt „Für Hugo“ drauf und bringt sie ihm. Wielleicht will sie ja eines Tages doch noch jemand anderes ausprobieren. Hätten doch sicher funktioniert, wenn nicht … Ach, lassen wir das.

Ich habe jedenfalls eine Stammkundenkarte bei Hugo. Da kann man Punkte sammeln. Nur Rabatt gibt es keinen, aber das wäre bei dem Geschäftsmodell auch gar nicht passend. Jeder bekommt dort ohnehin alles, was er sich hätte sparen können. Wenn das keine win-win Situation ist.

5 Gedanken zu “Hugo gründet eine Firma

  1. Entweder.es.liegt am Wochenende oder meiner Erkältung, aber irgendwie fehlt mir, was genau du ihnen bringst…Pläne? Zerplatzte Träume? In ein Bekleidungsgeschäft. Ich brauche Erklärung🙈, LG Ela

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    1. Klartext wäre: in letzter Zeit läuft nichts nach Plan. Was ich auch tue ist für Hugo, alles Planen für die Katz bzw für Ar*** und Friedrich, weil es derzeit immer, wirklich immer ganz anders kommt als gedacht. Und über diesen Hugo habe ich mir dann so meine (verwirrten) Gedanken gemacht 🙂

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