Es weint und es schreit, es schreit und es weint.

Durch die Geburt getrennt, durch die Geburt vereint.

Es ist noch so zerbrechlich, es ist noch so schwach.

Ich tröste es leise und bin ständig wach.

 

Mein Ich rebelliert, mein Ich fordert Zeit.

Doch es versteht mich nicht, es ist noch nicht so weit.

Es sucht meine Nähe, es lässt mich nie los,

ich wiege es sacht und halt es am Schoß.

 

Es schreit und es weint, es weint und es schreit.

Einem Wunder gleich wächst es, wird größer, gedeiht.

Mein Ich ist so müde, mein Ich fordert Raum,

frei sein, tun was ich will, ein unerfüllter Traum.