Hallo! Hallo?

Freunde kann man sich aussuchen, Nachbarn nicht unbedingt …

MitmachBlog

Vor vielen Jahren ereilte mich der Ruf der Großstadt. Pflichtbewusst und abenteuerlustig folgte ich der Stimme. Und Stimmen waren es auch, die ich sodann in meiner ersten eigenen Wohnung hörte. Nein, nicht solche, die zur völlig irrigen Meinung über mich führen könnten („Die spinnt, ich hab’s ja immer gewußt!„), sondern gedämpfte, undeutliche, die besonders frühmorgens oder nachts durch die Wände drangen, wenn kein Fernseher oder CD-Player lief (Pre-Streaming-Zeiten, genau).

So wusste ich auch, dass die Nachbarin von der Stiege daneben trotz ihres nicht mehr ganz taufrischen Alters noch immer ziemlichen Spaß am Leben hatte, sie und ihr oder ihre abendlichen Besucher. Unsere Betten standen direkt nebeneinander, nur durch eine Ziegelmauer getrennt. Wenn die gute Dame hustete oder nieste, hätte ich ihr höflichkeitshalber ein „Gesundheit!“ hinüber rufen können, tat ich aber nicht, da ich mir noch nicht einmal sicher war, ob ich die Frau auf der Straße…

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