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Die Ideen des März

Haha, was für ein gelungenes Wortspiel, welch geniale  Überschrift!

Dummerweise steckt keine großartige Idee dahinter. Ich war nur neugierig, wie viele andere Artikel auch damit beginnen würden, heute am 15. März.

Cäsar hatte ja viele Ideen und sie großteils wohl auch umgesetzt. Bis hin zum Diktator auf Lebenszeit. Soweit würde ich es nicht treiben, als Mutter habe ich sowieso einen Job ohne Ablaufdatum und (theoretisch) das Sagen.

Meine Ideen sind dieses Monat bislang noch recht dünn gesät, von Ernte großer Einfälle gar keine Rede. Wie zarte Pflänzchen stecken sie Blätter und Köpfchen heraus, aber dann … verkümmern sie, weil sie tagsüber nicht Fuß fassen konnten auf dem Blog, sich in meinen Gedankengängen nicht verwurzeln konnten.

Wenn etwas anfangs noch ein paar Fehler aufweist, spricht man gerne von Kinderkrankheiten. Letztere sind aber bei weitem kein Kinderspiel und verlangen nicht nur dem jungen Körper viel ab, sie stellen auch die Planungs-/Logistik-/Managementfähigkeiten von Eltern auf die Probe.

Doch für den bevorstehenden Frühlingsanfang, mit Gesundung des Nachwuchses und dem Leuchten der ersten Schlüsselblumen erhoffe ich mir, dass auch der Ideenreichtum wieder bunte Blüten tragen wird.

Und wenn nicht, dann kann ich mich noch immer damit trösten, dass auch schon Cäsar vor den Ideen des März gewarnt wurde 😉

primeln
Nicht nur die Iden des März warfen dunkle Schatten auf Aufkeimendes

Aufgelesen: Selbstverwirklichung mit Kind

Neulich sah ich folgende Frage bzw. Überschrift in einer österreichischen Tageszeitung:

Wie geht Selbstverwirklichung mit Kind

Selbstverwirklichung mit Kind

Selbstverwirklichung …

… Kind

in einem Satz!

Beides …

… gleichzeitig

😂  😂  😂  😂  😂  😂

Nachdem ich ausgiebig darüber gelacht und einen weiteren Tag darüber geschmunzelt und zugleich gerätselt hatte, was da wohl drin und welche Kommentare drunter stehen würden, las ich den Artikel endlich und fand ihn überraschend gut, überraschend ehrlich – ich kannte diesen Familiensachen-Blog  nicht.

Selbstverwirklichung mit Kind – wie macht man das also?

Mit Kleinkindern ist es jedenfalls kein Problem, sofern man ohne Schlaf auskommt, aber der ist ja auch völlig überbewertet.

Tagsüber lässt sich so ein Projektchen, so ein Kleinvorhaben wie die Realisierung eigener Ziele definitiv nicht unterbringen. Da bin ich oft genug (speziell dann, wenn 50 bis 100% der zweiköpfigen Kinderschar krank sind) eigentlich nur froh, wenn ich es auch einmal in die Dusche schaffe und ein paar Minuten für mich habe. Aber, he! Sauber und erfrischt in den Tag zu starten (oder was noch davon übrig ist), ist ja manchmal schon der erste Schritt zur Selbstverwirklichung, oder?

Mama kurz gefasst – Titelverteidigung?

Schon als ich meine „Rubrik“ namens „Wenn ich ein Vöglein wär – Mama kurz gefasst“ ins Leben rief, war mir klar, dass das kein knackig kurzer Titel ist. Da aber selbst das Akronym WIEV WÄ MaKuGe nicht so recht klingen wollte, beschloss ich es bei dem sperrigen Ungetüm von Namen für eher kurz gehaltene Beiträge auf diesem Blog zu belassen. Widerspruch hin, Russelsche Antinomie her.

Die kurz angedachte Veranglizismusierung wurde ebenfalls wieder verworfen. Was im Englischen geht, geht im Deutschen nicht unbedingt, denn „Mama zwitschert“ ruft eher die Jugendfürsorge und die lieben Kollegen vom AA Treffen auf den Plan als die wordpress follower zum Lesen herbei.

Wobei der letzte Satz ausgesprochen unglücklich formuliert ist. Zum einen „geht es“ weder auf Englisch, noch auf Deutsch, weil – wie meine Englischprofessorin zu sagen pflegte – „es keine Füße hat“. Statt „gehen“ hätte ich also wohl ein semantisch identes „semantisch ident“ wählen sollen, zum anderen wirft die Formulierung „Kollegen vom AA Treffen“ ein ganz falsches Bild auf mich. Ich kenne dort nämlich gar niemanden, und nicht deshalb, weil ich ohnedies nur schwer Bekanntschaften schließe oder weil sich dort alle halbanonym nur mit dem Vornamen ansprechen („Hallo, ich heiße Mama und bin … “ ist ja ein hinlänglich bekanntes AA Procedere). Sondern, weil ich noch gar nie bei einem AA Treffen war und – für’s Protokoll – es auch nicht notwendig habe. Und jetzt komme mir bloß keiner damit, dass Leugnen ein psychischer Abwehrmechanismus zum Schutze vor dem Eingestehenmüssen einer Abhängigkeit sei!

Aber ich schreibe mich gerade in eine Sackgasse hinein.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte war, dass es ab jetzt nur noch „Mama kurz gefasst“ heißen wird. Und gelegentlich gibt es dazu ein Bild von einem Vogel oder mehreren.

Die 140er Grenze ist längst überschritten. Mein erster „Mama kurz gefasst“-Beitrag im neuen Jahr ist also ein Nichtelement seiner eigenen Menge, ein Widerspruch in sich. Beim nächsten Mal wird’s dann wirklich kurz und knackig – versprochen!

dompfaff
Heute beginnt das birdwatching im Garten für „Die Stunde der Wintervögel“ http://www.birdlife.at

 

 

Sieben plus 1 (Award)

Die liebe Sabine von wortgeflumselkritzelkram hat mich für den Versatile Blogger Award (VBA) nominiert. Herzlichen Dank dafür!

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Ich kannte dieses Stöckchen zumindest unter diesem Namen noch gar nicht, aber ich finde es ganz wunderbar, dass ich mich in diesem Zusammenhang mit dem Wort versatil(e) beschäftigen durfte. Während das englische „versatile“ ja mit „vielseitig“ übersetzt wird, kommt es eigentlich vom lateinischen Verb „versare“, herumdrehen. Der Duden umschreibt „versatil“ auch mit „beweglich, gewandt, wankelmütig, ruhelos“.

Nun, das trifft (natürlich im positiven Sinne) alles auch in gewisser Weise auf mich zu, weil ich vielseitig interessiert bin und gerne in Herkunftswörterbüchern schmökere. Aber ich verrate schon zu viel über mich, denn eigentlich soll ich an dieser Stelle nur 7 Fakten aufzählen. Also, bitte sehr, handverlesen:

  1. Ich habe als Kind einmal (recht erfolglos) begonnen Suaheli zu lernen (das Konzept der Lautschrift war mir leider noch nicht bekannt)
  2. Ich wurde schon einmal mit einer Pistole auf der Straße bedroht und mich dabei lediglich über die Dreistigkeit des Täters geärgert, aber nicht wirklich gefürchtet – yeah!
  3. Ich war als Kind furchtbar schüchtern – und bitte schauen sie diesen Satz nicht zu lange an, sonst werde ich noch rot!
  4. Ich habe einmal den Schulredewettbewerb im Gymnasium gewonnen (und ja, ich war nervös dabei, siehe 4)
  5. Ich bin ein (gaaaaaanz) schlechter Verlierer bei „Mensch ärgere Dich nicht“, weil ich mit meinen Spielfiguren, jeder einzelnen, mitfiebere/leide
  6. Für einen Wettbewerb in der Volksschule (Grundschule) habe ich in den Ferien 52 (oder 51 … ach du meine Güte, ich habe die genaue Zahl vergessen!) Nacherzählungen geschrieben und den Wettbewerb dann auch gewonnen. Der Zweitplatzierte hatte (lächerliche) 12! (manche/viele würden das Streber nennen, aber ich sage nur: Ich könnte es locker mit dem Topper auf dilbert.com aufnehmen)
  7. Ich überspringe in Büchern und überhöre in Filmen die Namen der Protagonisten (Namen sind doch nur Schall und Rauch), wodurch ich spätestens bei der Hälfte der Geschichte völlig konfus bin, wer mit wem was warum plant, tut etc.

Und jetzt muss ich noch jemanden für 7 (random) facts über sich nominieren. Huch, fast schon so spannend wie Strip-Poker, oder? Wen trifft es als nächsten?

Literatur-o-Meter

Martamam

Random Randomsen

Mamas Mäuse

Charlotte’s Adoptionsblog

Impressions of Life

Die Grauzelle vs. Minimonster

My daily badluck

Tagebuch einer Sprachenlehrerin

Emily’s Welt

Solera1847

Multicolorina dilettiert

Mitzi Irsaj

Gutes Karma to go

Radelnder Uhu

Wer mitmachen möchte, bitte gerne 🙂

Wer diesem Stöckchen lieber ausweicht, bitte kurz ducken und dann darüber hinwegsehen 😉

Kleingedrucktes

Die VBA Regeln:

  •  Danke der Person, die dich nominiert hat
  •  Wähle 15 Blogger aus, um sie deinerseits für den VBA zu nominieren
  •  Erzähle 7 Dinge über dich

 

 

 

 

The early bird catches … no train

Die innere Uhr hat schon so manchen vergessenen Weckruf wett gemacht, ist also durchaus ein positives Feature, das wir in uns tragen. Außer natürlich man quert die Zeitzonen. Dann gaukelt einem die innere Uhr vor, man wäre noch immer in der alten Zeitzone , der Tag wird zur Nacht, die Nacht zum Tag und alles ist verquer.

Kinder leben sowieso in einer anderen Zeitzone als ihre Eltern. Ihre innere Uhr ist den elterlichen Pflichten diametral entgegengesetzt:

Da war ich vier Jahre lang fast durchgehend zu Hause und die Kinder wachten morgens spätestens, allerspätestens um 6 Uhr auf, sonntags sogar noch früher. Ausschlafen ist schließlich nur für … hm … andere.

Bei der Zeitumstellung beschloss die 1.5-Jährige sogar, dass sie die Stiegen im Finstern auch schon ohne erwachsenen Begleitschutz gehen kann und stand dann bereits um 5 Uhr morgens, wahrhaftig vor Stolz strahlend, vor meinem Bett.

Aber das Silvesterfeuerwerk, auf das ich sie extra vorbereitet hatte, damit sie der Lärm nicht zu sehr erschrecken würde, haben sie seelenruhig einfach verschlafen.

In der Karenz war ich ein echter (unfreiwilliger) early bird. Jetzt, da ich zurück bin im Berufsleben, haben die Kinder entdeckt, dass ihnen der Tag nicht davon läuft, wenn sie länger als bis 6 Uhr im Bett bleiben. Mit dieser Erkenntnis als sanftes Ruhekissen schlafen sie seelenruhig bis mindestens 7 Uhr. Jetzt, wo ich als notgedrungener early bird gerne früh mit ihnen das Haus verlassen würde, da der von mir angepeilte Zug nicht auf mich wartet! *seufz* bahnhof-bergDamit wir es zu einer halbwegs vernünftigen Zeit in den Kindergarten schaffen, muss ich meine Kinder nun also manchmal wirklich wecken! Das ist eine völlig neue Erfahrung für mich und – so meine Vermutung – nur eine Phase, die rein zufällig mit meinem Wiedereinstieg zusammenfällt.

Immerhin steigt mein Blutdruck dadurch in der Früh rasch in Höhen, die man eigentlich nur schwindelfrei erklimmen sollte. Ich kann mich also nicht darüber beklagen, morgens nicht in die Gänge zu kommen. Allerdings macht es meine Versuche, halbwegs zivilisationstauglich unter Menschen zu gehen, auch mitunter zunichte. Gestresst, verschwitzt, genervt trifft es eher.

Naja, die Tage sind kurz, nicht einmal die Sonne steht früh auf. Im Sommer wird dann alles wieder anders sein und dann gibt es hier, auf meinem Blog, wahrscheinlich einen Artikel, der heißt:

The early bird catches no rain / is down the drain

oder so ähnlich. Und in dem Blogbeitrag werde ich mich dann darüber beschweren, dass die Kinder so früh aufstehen, dass ich morgens noch nicht einmal in Ruhe duschen kann.

Wetten?