How not to – Portospesen

Ich muss hier ein Geständnis ablegen: Ich kaufe eigentlich gerne online ein. Wenn ich auf der Suche nach etwas Speziellem bin, dann recherchiere ich u.a. bei dem großen A-nbieter im Internet, ob es dort verfügbar ist. Finde ich die Ware auch in einem Geschäft, das auf meinem Weg oder in der Nähe meines Arbeitsplatzes ist (in der Nähe meines Wohnortes gibt es kaum Geschäfte), dann kaufe ich sie dort, sonst lasse ich es mir liefern. Das wäre an sich jetzt noch kein völliges „How not to …“ denke ich, aber neulich wurde ich tatsächlich Opfer eines Internetbetruges!

Rufzeichen, genau, gell?

Wie konnte es dazu kommen? Woran hat es gefehlt?

  1. An der Ambition des Anbieters, die Ware überhaupt zu liefern. Vermutlich fehlen ihm nicht nur die Skrupel und jegliche Moral ordentlichen Wirtschaftens, sondern auch die Waren an sich. Was bleibt ihm dann anderes übrig, als das Geld einzukassieren und nichts zu tun?
  2. Nicht an der scheinbaren Großzügigkeit des Anbieters: Null Euro Versandspesen egal wohin.
  3. Definitiv gefehlt hat das Engagement des Anbieters, eine Kundenbeziehung einzugehen. Auf Nachfragemails wird nicht geantwortet. Reklamierende Kunden sind aber auch wirklich nur lästig.
  4. Mir fehlte die Aufmerksamkeit, um festzustellen, dass der Lieferant nicht der Online-Shop selbst ist. Normalerweise bemerkt man es recht schnell, wenn man sich Ware anderer Anbieter in den Einkaufskorb legt, weil dann die Spesen oft überraschend hoch sind, wenn man vor der virtuellen Kassa steht.
  5. Mir fehlte die Muße, die Seite des Anbieters zu besuchen (wegen 4.), sonst hätte ich dort nämlich eine ganze Menge Beschwerdekommentare gesehen, die alle den gleichen Tenor haben: „Liefert nicht, reagiert nicht!“
  6. Und zuguter letzt fehlte natürlich die Ware selbst. Wo nichts wirklich verschickt wird, kann auch nichts zugestellt werden.

Ich bin eine Erfahrung reicher, fast ein paar Euro ärmer (da sprang dann die Internetplattform selbst ein, weil zu dem Zeitpunkt schon erkannt worden war, dass der Anbieter ein Betrüger ist) und weiß für die Zukunkt, dass Lehrgeld auch Leergeld sein kann.

katzeimkarton
Online Shopping macht Frauchen und Kätzchen Freude: Jedem das Seine von der Lieferung – so sie denn geliefert wird

 

11 Gedanken zu “How not to – Portospesen

  1. Ohnein … Und wo bekommst du jetzt dein neues Diadem her?!
    Aber ich fühle mich bestätigt, kaufe ich doch nur noch beim großen A, wenn dort Versand durch das große A erfolgt. Und bei allen anderen Onlineshops google ich erst einmal fünf Tage lang deren Vertrauenswürdigkeit, bevor ich dann wie so oft an DHL scheitere (obwohl die echt innovativ sind und mir meine letzten beiden Sendungen – Hemden! – unter großem Aufwand in den Briefkasten geknüllt haben)

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        1. Aber beim nächtlichen Internetshopping (wenn die Kinder im Bett sind) kann ich meine Aufmerksamkeit auch mal den Produkten zuwenden und nicht nur, WO WELCHES meiner Kinder gerade WAS JETZT WIEDER anstellt 😉
          Normalerweise würde ich auch lieber ins Geschäft gehen – die Zeit wird auch wieder kommen (hoffentlich gibt es dann noch normale Geschäfte *gg*)

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  2. Alles manchmal. Bei mir landete eine Ware beim Zoll, da ich in Urlaub war, fielen Gebühren an. Ich weigerte mich, den weiten Weg zum Zoll zu fahren oder 30 Euro Postgebühr nachzuzahlen. Der A-nbieter nahm Kontakt auf, ich verweigerte die Annahme, warte aber immer noch auf die nicht unerhebliche Rückerstattung. Weil die Ware angeblich noch nicht wieder beim Versender ist. Tja, verschollen im http://www…>:D<

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